Wetter: heiter bis Regen / Temp.: 19 Grad / Wind: 4 bis 7 Bf. (O, SO)
Der Tag beginnt sonnig. Wir nutzen das noch trockene Wetter und fahren mit unserem Roller zum Einkaufen nach "Vieste". Am Nachmittag setzt dann der prognostizierte Regen ein, der bis Sonntagmittag anhalten soll. Leider wird das Wetter in der nächsten Zeit alles andere als schön sein. Von Spanien herziehend folgt ein Tiefdruckgebiet dem andern :-( Wenigstens halten sich die Temperaturen im angenehmen Rahmen.
Fotos des Tages: Ein dänischer 4-WD-Aussie-Camper auf unserem Campingplatz ;-)


Windsurfen im Gargano (Sonntag, 1.5.2011)
Wetter: bedeckt bis heiter / Temp.: 19 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (NW)
Schon am Morgen hört der Regen auf und macht dem typischen Sonnenwolken-Mix, genannt Aprilwetter, Platz. Schon während der Nacht hat sich eine beachtliche Welle aufgebaut. Am späteren Nachmittag frischt sodann ein kräftiger Nordwestwind auf, der einige Surfer aufs Wasser lockt.

Zunächst gilt es beim parallel zum Ufer wehenden Nordwestwind die Brandung erfolgreich zu durchqueren, weil dieser Wind im Uferbereich meist unregelmässig ist und schwächelt.

Doch dann geht die Post ab. Die Dünung beträgt heute ca. 1,5 Meter (siehe Foto).

Wir schauen derweil vom Ufer aus zu.


Obwohl die Temperaturen mit 19 Grad erträglich sind, lassen wir das Surfen für heute sein. Es soll in den nächsten 5 Tagen noch mehr Surfwind und dann aus nördlicher Richtung geben.
Festa Madonna di Loreto, Peschici und Windsurfen (Montag, 2.5.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 21 Grad / Wind: 1 bis 5 Bf. (SO)
Eigentlich wollten wir mit unserem Roller nur zu einem Cappuccino nach "Peschici" fahren. Als wir in einem Café im Dorfzentrum genüsslich unseren Cappuccino schlürfen, stellen wir erstaunt fest, dass das Dorf wie ausgestorben wirkt. Lediglich die Strassencafés haben geöffnet. Der Grund dafür liegt im Festa "Madonna di Loreto", welches in der gleichnamigen Kirche etwas ausserhalb des Dorfes stattfindet.


Das Volksfest wird mit Feuerwerk und Kirmes gefeiert. Ganz "Peschici" hat sich hier draussen rund um die Kirche versammelt.



Für Verpflegung und Sitzmöglichkeiten ist ebenfalls gesorgt.


Und wenn jemand keine Sitzgelegenheit mehr findet, bleibt immer noch die Blumenwiese :-)

Am Nachmittag kündigt die fahle Sonne, welche nur noch mühsam durch die dichter werdenden Schleierwolken zu scheinen vermag, die nächste Schlechtwetterfront an. Ab Mittwoch soll dann endlich wieder eine stabilere Schönwetterphase beginnen.
Ein paar wenige Surfer und Kiter nutzen den böigen Südostwind, der hier dem Tiefdruckgebiet typischerweise vorausgeht.


Windsurfen im Gargano (Dienstag, 3.5.2011)
Wetter: schön bis leicht bewölkt / Temp.: 20 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (NW)
Der heutige Tag bringt uns typisches Aprilwetter, ein Sonne-/Wolkengemisch mit Tendenz zu Regenschauern. Regnen tut es aber den ganzen Tag über nicht. Wir fahren nach "Vieste" rein, um unsere Vodafone-SIM-Karte aufzuladen. Ganz so günstig telefonieren, wie mit "Skype", können wir mit "Vodafone Italia" zwar nicht, aber es bleibt im erträglichen Rahmen. Sollte "Vodafone" bis zum nächsten Jahr seine Praxis nicht geändert haben, werden wir auf ein Internet-Angebot des Anbieters "TIM" wechseln, wo "Skype" nach wie vor zu funktionieren scheint.
"Why not", unsere favorisierte Cafeteria im Zentrum von "Vieste", ist immer ein Besuch wert ;-)


Am Nachmittag gibt's immerhin noch ein Stündchen guten Surfwind. Dabei bekommt mein 7,2 m2 Segel den letzten Feintrimm. Jetzt zieht und schiftet es wieder, wie es sein soll. Nur 1 cm mehr Vorliekspannung hat genügt. Ich bin mit dem "Hellcat" von "Neil Pryde" absolut happy :-)
Windsurfen im Gargano (Mittwoch, 4.5.2011)
Wetter: Regen bis sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NW)
Der nächtliche Regen soll noch bis zum Mittag anhalten. Seit langem frühstücken wir aus diesem Grunde wieder mal in unserem "Elchi", obwohl die Lufttemperatur bereits am frühen Morgen angenehme 16 Grad beträgt.
Gegen Mittag verziehen sich die Wolken endgültig und machen schönstem Wetter Platz. Dazu frischt ein toller Nordwestwind mit 3 bis 5 Bf. auf, der bis zu 1,5 m hohe Wellenberge aufbaut und Windsurfer, wie auch Kiter aufs Wasser lockt.

Zunächst gilt es, wie so oft, die Brandung mit relativ wenig Windunterstützung zu überwinden.


Draussen geht es dann lockerer zu und her.

Auch die Kiter haben Spass am Wellenreiten. Sie brauchen sich weniger Sorgen um die Sandbanken im seichten Uferbereich zu machen, als die Surfer.


Windsurfen im Gargano (Donnerstag, 5.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 4 bis 7 Bf. (N)
Die Wind-/Wellenverhältnisse sind heute keinesfalls einfach. Der starke Wind hat die ganze Nacht hindurch geweht und die Wellenberge noch höher werden lassen. Hinzu kommt, dass der Wind in Ufernähe relativ schwach bläst und die Brandung zerstörerisch ist.

Gleichwohl erblicken wir bereits am frühen Morgen einen einsamen Surfer, quasi den "guinea pig", der mit kleinem Segel und Brett etliche Mühe hat, ungeschoren durch die Brandungswalzen zu gelangen. Immerhin weht der Wind inzwischen aus nördlicher Richtung, was die Abdeckung durch den vorgelagerten Hügelzug etwas verringert.


Wenn man diese Hürde einmal geschafft hat, kann man die ansonsten tollen Wellenverhältnisse ausgiebig geniessen und sich austoben.



Die Sonnenschirme und Liegen bleiben heute höchstwahrscheinlich ungenutzt.

Gegen Mittag wage ich mich dann ebenfalls aufs Wasser. Leider habe ich mein Segel etwas zu gross gewählt. Nachdem ich drei Wellenbrecher glücklich überquert habe, werde ich von der nächsten steilen Rampe buchstäblich abgeworfen. Das Segel liegt verkehrt herum im Wasser und das Brett ebenso, so dass ich in kurzer Zeit mitten im Spülgang der Brandung lande und heil froh bin, dass ich ohne Materialschaden an Land geschwemmt werde. Endlich am Ufer stelle ich fest, dass die unterste Segellatte das Futter an der Masttasche komplett durchstossen hat. Dies ist allerdings durch den intensiven Einsatz unseres meist gebrauchten Segels in den letzten drei Jahren bedingt und nicht durch den hohen Wellengang ;-)


Inzwischen hat der Wind auf 6 bis 7 Bf. zugenommen und die Wellen erreichen teilweise eine Höhe von zwei Metern.


Die Kiter haben damit kaum Probleme, die Surfer hingegen schon. Wer es schafft über die Brandung zu gelangen, hat in der Dünung jede Menge Spass. Die meisten scheitern jedoch an den zu kleinen Segeln, die für die offene See sodann passend wären.




Das Niveau der Kiter hat sich in den letzten Jahren augenfällig verbessert.




"Heijo", einer der Surfgilde auf unserem Campingplatz, hat inzwischen auf das 5.2 m2 Segel gewechselt und die Brandung erfolgreich überwunden. Er geniesst die ehrfurchtsvollen Wellen wenigsten für eine halbe Stunde bis auch seine Kräfte nachlassen.




Ich mische mich derweil unauffällig unter die Zuschauer am Strand ;-)

Am Nachmittag begebe ich mich auf die Suche nach einem Segelmacher, der mir die Segellattentasche wieder reparieren kann. Leider sind alle Windsurfschulen an unserem Strandabschnitt noch geschlossen. In "Vieste" soll es jedoch einen Schuhmacher geben, der mir eventuell weiterhelfen kann. Mal sehen…
Zum Abschluss des tollen Tages eine wunderschöne "Duck Jibe", von einem Könner mit dem Schwung des Wellenschubs vor unseren Augen zelebriert.


Ausflug zum Trabucco, Peschici (Freitag, 6.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf. (N)
Nachdem wir am Morgen in "Vieste" bei einem Schuhmacher unser Segel haben reparieren lassen, nutzen wir den wunderschönen Tag und fahren mit unserem Roller zum "Trabucco" vor "Peschici". Mit Ziegen-, Schaf- oder Kuhherden muss man nach einer Kurve auf dem Gargano immer rechnen. Es empfiehlt sich, die zahlreichen Kurven der Küstenstrasse mit der nötigen Vorsicht zu durchfahren. Selbst auf unserer kurzen Fahrt haben wir alle drei Spezies angetroffen.


Die Fischerplattform, in dieser Gegend "Trabucco" genannt, ist immer einen Ausflug wert.

Die Aussicht auf die bizarren Klippen und das nahe Dorf "Peschici" ist bezaubernd.




Auch die "Möwe Jonathan" geniesst den herrlichen Rundblick.
