Trèbes (F) - Spätzle Fritz, Vinaros (S) (Mittwoch, 21.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad
Spanien, wir kommen!
In der Nacht hat es infolge klarem Himmel massiv abgekühlt. Das Thermometer zeigt am frühen Morgen lediglich 10 Grad an. Doch dies sollte sich bald einmal ändern. Beim Überqueren der spanischen Grenze messen wir bereits 21 Grad und am Nachmittag erreichen wir sogar die 28 Gradmarke. Mit leichtem Rückenwind und ohne Verkehrsstauungen kommen wir gut voran. Um drei Uhr fahren wir bereits durchs Tor des Stellplatzes vom "
Spätzle Fritz".
Seit wir zum letzten Mal hier gewesen sind (anfangs April 2011), hat sich einiges geändert. So gibt es jetzt eine Entsorgungsstation, auch für das chemische WC.

Das Restaurant wurde ebenfalls renoviert und präsentiert sich einmal mehr mit gemütlichem Ambiente.

Unseren obligaten Café trinken wir bei den sommerlichen Temperaturen selbstverständlich im Garten.

Da wir unterwegs nur ein Sandwich verdrückt haben, freuen wir uns auf das wohlschmeckende Abendessen mit deutschen Gerichten (die Besitzerin ist eine Deutsche). Wir konnten schon lange nicht mehr im Gartenrestaurant essen. Heute ist es sogar im T-Shirt komfortabel. Das Essen schmeckt, wie immer, ausgezeichnet. Das köstliche Dessert wollen wir Euch nicht vorenthalten ;-)
Spätzle Fritz – La Manga del Mar Menor (Donnerstag, 22.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 Bf. (O)
Auch heute stehen wir beizeiten auf. Wir wollen möglichst früh auf dem Campingplatz "Caravaning La Manga" ankommen, damit uns noch genügend Zeit zum Einrichten bleibt.
Um sieben Uhr fahren wir los. Wir benutzen mehrheitlich mautfreie Hauptstrassen und Autobahnen. Vom "Spätzle Fritz" sind es nur ein paar Kilometer bis nach "Sant Rafel del Riu", wo die gut ausgebaute CV11 beginnt. Dort gibt es übrigens auch eine günstige Tankstelle. Von der Hauptstrasse CV11 wechseln wir auf die CV10, welche ihrerseits nahtlos in die A7 mündet, die wir bis zum ebenfalls mautfreien Autobahnring "Valencia" benützen.
Weiter geht's landeinwärts auf der sechsspurigen Gratisautobahn N340, die Verbindungsstrasse N344 und die vierspurige Gratisautobahn N330 bis "Elche". Lediglich auf der AP7 bei "Torrevieja" sind für ein paar wenige Kilometer Euro 7.50 fällig, und dieses Autobahnstück ist erst noch das Schlechteste, was wir in Spanien je gefahren sind.
Die ausführliche Schilderung dieser Wegstrecke soll Reisenden auf dem Weg nach Südspanien helfen Geld zu sparen, denn die Autobahngebühren auf Spaniens Autobahnen sind nicht gerade billig. Obendrein kann man fernab von Autobahnen erst noch günstiger tanken.
Trotz Werktagsverkehr kommen wir ohne Staus oder andere Verkehrsbehinderungen gut voran.

Links und rechts der Autobahn breiten sich unendlich weite Orangen- und Mandarinen-Plantagen aus.

Je weiter wir jedoch nach Süden vorankommen, desto gelb-brauner wird die Landschaft. Hier hat es seit Monaten kaum mehr geregnet. Lediglich die künstlich bewässerten Plantagen bilden grüne Inseln in den ausgedörrten Feldern.
Am frühen Nachmittag sind wir bereits am Ziel. So früh waren wir noch nie. Zum Glück ist unsere Parzelle schon frei, denn wir hatten sie eigentlich erst auf den 24. September reserviert.
In eigener Sache:
Wir werden unser Reisetagebuch wie gehabt weiterführen. Solange wir uns in Südspanien aufhalten, werden wir jedoch nur Neuigkeiten und besonders Interessantes ausführlicher dokumentieren, jedoch die Berichte vom normalen Campingleben und Windsurfen aufs absolute Minimum beschränken. Wir wollen Euch ja schliesslich nicht mit alltäglichen, belanglosen Sachen langweilen. Lediglich das Wind- und Wettergeschehen werden wir zwecks Statistik tagtäglich festhalten, weil es zum Campen und speziell zum Windsurfen gehört. Wir hoffen auf Euer Verständnis :-)
Camping Caravaning La Manga (Freitag, 23.9.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 28 Grad / Wind: 2 Bf. (S)
In der Nacht hat es nicht unter 21,5 Grad abgekühlt, eine richtige Sommernacht. Wir haben trotzdem gut geschlafen, denn der gestrige Tag ist doch lang und anstrengend gewesen. Die erste Joggingrunde nach zwei Monaten verläuft relativ harzig. Aber wir müssen etwas gegen unsere überschüssigen Pfunde tun, um das optimale Surfergewicht wieder zu erreichen ;-)
Am Nachmittag sind wir mit dem Einrichten fertig haben dazu noch 4 Segel aufgeriggt. Jetzt kann's los gehen. Für morgen Nachmittag ist denn auch der nächste Surfwind mit 3 bis 4 Beaufort aus Süden angesagt. Das nennt man gutes "Timing".
Foto des Tages: Auf unserer Parzelle eingerichtet
Windsurfen am Mar Menor (Samstag, 24.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 31 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (S)
Eine kleine Niederschlagszone, die von Marokko über uns hinweggezogen ist, hat in der Nacht für ein wenig Regen gesorgt. Der neue Tag empfängt uns bereits wieder mit purem Sonnenschein. Es ist drückend warm, so dass wir mit unserem Roller beim Einkaufen locker in T-Shirts und Shorts fahren können. Gemäss Wetterprognosen soll es heute 31 Grad warm werden.
Am Nachmittag beginnt ein relativ gleichmässiger Südwind zu blasen. Am Surfstrand, der wegen der ausgedehnten Schwimmzone für Surfer zurzeit nur eingeschränkt nutzbar ist, macht sich Unruhe bemerkbar (Foto: Big John).

"Major Tom" ist wieder mal der Erste auf dem Wasser.

Wegen der Abschrankung der Schwimmzone, kann man nur im Vorwindkurs aufs offene Wasser gelangen.

Ist man erst mal draussen, lässt es sich aber ganz gut surfen.

Der Wind frischt am späteren Nachmitttag bis auf 5 Beaufort auf, so dass ich mit dem 7,2 m2 Segel und dem 123 Liter Lorch an der Grenze des noch Fahrbaren bin. Es ist mein erster Surftag seit sechs Wochen. Ich werde morgen wohl kaum ohne Muskelkater davonkommen.
Foto des Tages: Noch herrscht in unserer Strasse gähnende Leere
Windsurfen am Mar Menor (Sonntag, 25.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (O)
Der Strand ist noch voll in spanischer Hand (Ferienzeit), obwohl die Spanier im Vergleich zum letzten Jahr nicht mehr so zahlreich angereist sind. Die Wirtschaftskrise hat auch hier merkliche Spuren hinterlassen. In Spanien herrscht eine nie dagewesene Arbeitslosigkeit. Die Zukunft schaut für viele alles andere als rosig aus. Insbesondere die Jugend leitet unter dieser Rezession.

Die Spanier lieben es im seichten Wasser zu stehen, um den Körper kühl zu halten. Schwimmer sieht man eher selten. Dies wäre ja auch viel zu anstrengend ;-)

Ab morgen soll es fünf Tage lang guten Ostwind geben. Schon heute baut sich dieser Wind auf, was die typische Seewindstimmung mit vielen kleinen Wolken erzeugt.

In HDR-Manier schaut dies besonders reizvoll aus :-)

Am Nachmittag reicht der Wind immerhin für Schwachwind-Segel/–Bretter und lockt einige Surfer aufs Wasser. Ich spare meine Kräfte lieber für morgen und die nächsten Tage auf.
Windsurfen am Mar Menor (Montag, 26.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (O)
Eigentlich sollte heute gemäss "Windguru" und "Windfinder" den ganzen Tag lang guter Surfwind mit 4 bis 5 Beauforts herrschen. Zum Glück bin ich am Morgen einer der Ersten auf dem Wasser, denn am Nachmittag gibt's nur noch 3 bis 4 Bf. und dies erst noch stark schwankend, das heisst, zum Gleiten eher grenzwertig.

Nichtsdestotrotz bin ich fast 5 Stunden mit dem neuen Lorch 123 unterwegs.
Foto des Tages: Ausgedörrte Landschaft rund um den Campingplatz
Windsurfen am Mar Menor (Dienstag, 27.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (NO bis O)
Vor Sonnenaufgang messen wir hochsommerliche 23,5 Grad (zumindest für mitteleuropäische Verhältnisse). Ein leichter Wind sorgt bei unserer morgendlichen Joggingrunde für eine erträgliche Atmosphäre. Während bei uns zuhause zwischen den Morgen- und Mittagstemperaturen grosse Unterschiede herrschen (15 bis 20 Grad Differenz), schätzen wir am "Mar Menor" das wesentlich ausgeglichene mediterrane Klima (zurzeit max. 5 bis 10 Grad Differenz).
Der heutige Tag gehört dem Windsurfen. Zusammen mit Karin und Karli wassern wir um halb zwölf Uhr unsere Bretter. Volle vier Stunden verbringen wir auf dem Wasser bei 4 bis 5 Bf. und haben grossen Spass. Zu mehr reichen meine Kräfte noch nicht. Die grosse Surfpause infolge unserer Kanada- und Deutschlandreise hat unserer Fitness doch etwas zugesetzt. So ist es eben: Wer rastet, der rostet ;-)
Fotos des Tages: Heuschrecke sucht Schatten
Windsurfen am Mar Menor (Mittwoch, 28.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)
Als ich um halb ein Uhr am Strand einen Augenschein nehme, ist lediglich ein einsamer Surfer zu sehen, obwohl ein toller Nordostwind über die Piratenbucht weht.

Anscheinend haben viele das gleiche Problem wie ich, nämlich, müde Glieder nach den ersten paar Surftagen :-) Um ein Uhr raffe ich mich dennoch auf und stosse unser Surfwägelchen mit schweren Schritten zum Strand. Es wäre wirklich zu dumm, den schönen Wind einfach sausen zu lassen.

Zunächst scheint es mit dem 6.0 m2 und dem 105 Liter Board zu klappen. Doch leider ist der Wind einfach zu löchrig und grenzwertig, dass Surfspass aufkommen mag. Ich entschliesse mich für einen Wechsel aufs grössere Material. Nach immerhin drei Stunden habe ich genug gesurft, obwohl der Wind in den späteren Nachmittagsstunden sogar noch etwas zulegt. Für morgen und die folgenden drei Tage ist ja wiederum Starkwind vorhergesagt.