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Donnerstag, 29. September 2011

Aufenthalt in Südspanien I (mit Elchi)

Windsurfen am Mar Menor (S) (Donnerstag, 29.9.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 27 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)

Am Morgen verhindern Wolken einen gleichmässigen Wind. Erst am Nachmittag sieht man die ersten Surfer und Kiter auf dem "Mar Menor".





Ich warte ab, bis schliesslich um vier Uhr genügend starker Wind weht, so dass ich mit dem 6.0 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch fahren kann und mische mich unter die Surferschar.

Der tolle Wind mit 4 bis 5 Bf. dauert leider nur eine Stunde, und so hoffe ich auf den morgigen Tag, wo wieder Nordostwind mit 4 bis 5 Bf. angesagt ist.

Windsurfen am Mar Menor (Freitag, 30.9.2011)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 4 bis 6 Bf. (NO)

Die ganze Nacht hindurch hat ein kräftiger Wind geweht (so eine Verschwendung ;-), und es hat einmal mehr nicht unter 24 Grad abgekühlt. Der von beiden Windspezialisten im Internet "Windguru" und "Windfinder" vorhergesagte Wind stimmt heute weitgehend überein mit der Wirklichkeit. Um elf Uhr sind wir trotzdem nur drei Surfer, die sich in der Piratenbucht vergnügen. Mein 6.0 m2 Segel und das 105 Liter Brett passen heute optimal.



Am Nachmittag ist der Strand entsprechend gut belegt.



Surfen ist anscheinend nicht immer nur Spass, sondern kann auch Kampf sein, wie dieser verbissene Gesichtsausdruck von Hubert verrät.

Es ist der bisher beste Wind dieser Serie (7. Tag in Folge). Meine Kondition reicht heute immerhin schon für vier Stunden surfen ;-) Wir sind mehr als zufrieden. Seit wir am "Mar Menor" sind und uns auf unserer Parzelle eingerichtet haben, hatten wir praktisch jeden Tag Surfwind. Was will man mehr?




Windsurfen am Mar Menor (Samstag, 1.10.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 4 bis 6 Bf. (O bis NO)

Um den Tag surferisch zusammenzufassen: Vormittag zwei Stunden mit 4 bis 5 Bf. aus Osten, Nachmittag zunächst drei Stunden mit 4 Bf., dann vier Stunden mit 5 bis 6 Bf. aus Nordost. Eigentlich benötigen die meisten Surfer dringend eine Windpause, aber morgen Sonntag soll es nochmals 4 bis 5 Beaufort aus der gleichen Windrichtung geben. Da müssen wir wohl noch mal zupacken. Erst am Montag und Dienstag soll der Starkwind allmählich nachlassen. Das traumhaft schöne und warme Wetter bleibt uns voraussichtlich auch in der nächsten Woche erhalten. Wir werden sehen.

Foto des Tages: Windsurfen in der Piratenbucht von La Manga


Windsurfen am Mar Menor (Sonntag, 2.10.2011)
Wetter: leicht bewölkt bis sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (NO)

Am Vormittag hätte man durchaus surfen können (3 bis 4 Bf.), aber ich bin heute spät dran (verschlafen ;-) und lasse es für einmal bleiben, obwohl für die nächsten fünf Tage kaum mehr Surfwind vorhergesagt ist. Auch am späten Nachmittag frischt der Wind nochmals für zwei Stunden auf. Nach 9 Tagen tollem Surfwind in ununterbrochener Folge scheint die Starkwindphase vorerst vorbei zu sein.

Der Besuch des Sonntagsmarkts in "Cabo de Palos" gehört hier auf dem Campingplatz zum Pflichtprogramm. Auch wir schlendern sonntags, wenn es nicht gerade super Wind hat, durch die unzähligen Stände und schauen, ob es wieder mal etwas Neues zu kaufen gibt.





Ob zum Essen, Trinken, Anziehen oder für den Haushalt, das Angebot ist vielfältig.





Die Preise sind allgemein sehr billig, aber die Ware ist es zum Teil auch ;-) Man sollte die entsprechenden Preise von den Fachgeschäften präsent haben und vergleichen, denn oftmals kann es auf dem Markt sogar teuerer sein. Dennoch gibt es da und dort ein Schnäppchen.





Ein "Cortado", "Cappuccino" oder "Café con leche" in einem der gemütlichen Cafés im Hof des Einkaufzentrums gehört selbstverständlich dazu. Dort trifft man oftmals die Männer, während die Frauen noch eifrig am Schoppen sind ;-)

Camping am Mar Menor (Montag, 3.10.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 28 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf. (NO bis O)

Wir erleben heute den ersten Flautentag seit wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet haben. Paddelboot fahren ist angesagt (wer eines hat ;-)

Zum Flautensurfen habe ich definitiv keine Lust.


Camping am Mar Menor (Dienstag, 4.10.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf. (NO bis O)

Dieses Reisemobil hat definitiv die falsche Einfahrt zum Campingplatz erwischt. Hier ist kein Durchkommen.





Sie müssen wohl oder übel über den Feldweg wieder zurück zur Hauptstrasse. Vermutlich haben sie sich von ihrem Navigationsgerät in die Irre leiten lassen ;-)

Camping am Mar Menor (Mittwoch, 5.10. bis Dienstag, 11.10.2011)
Wetter: --- / Temp.: --- Grad / Wind: --- Bf. (---)

Aus privatem Anlass unterbrechen wir unsere Berichterstattung für eine Woche. Wir bitten um Verständnis.

Mittwoch, 21. September 2011

Reise nach Spanien (mit Elchi)

Trèbes (F) - Spätzle Fritz, Vinaros (S) (Mittwoch, 21.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad

Spanien, wir kommen!
In der Nacht hat es infolge klarem Himmel massiv abgekühlt. Das Thermometer zeigt am frühen Morgen lediglich 10 Grad an. Doch dies sollte sich bald einmal ändern. Beim Überqueren der spanischen Grenze messen wir bereits 21 Grad und am Nachmittag erreichen wir sogar die 28 Gradmarke. Mit leichtem Rückenwind und ohne Verkehrsstauungen kommen wir gut voran. Um drei Uhr fahren wir bereits durchs Tor des Stellplatzes vom "Spätzle Fritz".

Seit wir zum letzten Mal hier gewesen sind (anfangs April 2011), hat sich einiges geändert. So gibt es jetzt eine Entsorgungsstation, auch für das chemische WC.

Das Restaurant wurde ebenfalls renoviert und präsentiert sich einmal mehr mit gemütlichem Ambiente.





Unseren obligaten Café trinken wir bei den sommerlichen Temperaturen selbstverständlich im Garten.

Da wir unterwegs nur ein Sandwich verdrückt haben, freuen wir uns auf das wohlschmeckende Abendessen mit deutschen Gerichten (die Besitzerin ist eine Deutsche). Wir konnten schon lange nicht mehr im Gartenrestaurant essen. Heute ist es sogar im T-Shirt komfortabel. Das Essen schmeckt, wie immer, ausgezeichnet. Das köstliche Dessert wollen wir Euch nicht vorenthalten ;-)


Spätzle FritzLa Manga del Mar Menor (Donnerstag, 22.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 Bf. (O)

Auch heute stehen wir beizeiten auf. Wir wollen möglichst früh auf dem Campingplatz "Caravaning La Manga" ankommen, damit uns noch genügend Zeit zum Einrichten bleibt.

Um sieben Uhr fahren wir los. Wir benutzen mehrheitlich mautfreie Hauptstrassen und Autobahnen. Vom "Spätzle Fritz" sind es nur ein paar Kilometer bis nach "Sant Rafel del Riu", wo die gut ausgebaute CV11 beginnt. Dort gibt es übrigens auch eine günstige Tankstelle. Von der Hauptstrasse CV11 wechseln wir auf die CV10, welche ihrerseits nahtlos in die A7 mündet, die wir bis zum ebenfalls mautfreien Autobahnring "Valencia" benützen.

Weiter geht's landeinwärts auf der sechsspurigen Gratisautobahn N340, die Verbindungsstrasse N344 und die vierspurige Gratisautobahn N330 bis "Elche". Lediglich auf der AP7 bei "Torrevieja" sind für ein paar wenige Kilometer Euro 7.50 fällig, und dieses Autobahnstück ist erst noch das Schlechteste, was wir in Spanien je gefahren sind.

Die ausführliche Schilderung dieser Wegstrecke soll Reisenden auf dem Weg nach Südspanien helfen Geld zu sparen, denn die Autobahngebühren auf Spaniens Autobahnen sind nicht gerade billig. Obendrein kann man fernab von Autobahnen erst noch günstiger tanken.

Trotz Werktagsverkehr kommen wir ohne Staus oder andere Verkehrsbehinderungen gut voran.





Links und rechts der Autobahn breiten sich unendlich weite Orangen- und Mandarinen-Plantagen aus.

Je weiter wir jedoch nach Süden vorankommen, desto gelb-brauner wird die Landschaft. Hier hat es seit Monaten kaum mehr geregnet. Lediglich die künstlich bewässerten Plantagen bilden grüne Inseln in den ausgedörrten Feldern.

Am frühen Nachmittag sind wir bereits am Ziel. So früh waren wir noch nie. Zum Glück ist unsere Parzelle schon frei, denn wir hatten sie eigentlich erst auf den 24. September reserviert.

In eigener Sache:
Wir werden unser Reisetagebuch wie gehabt weiterführen. Solange wir uns in Südspanien aufhalten, werden wir jedoch nur Neuigkeiten und besonders Interessantes ausführlicher dokumentieren, jedoch die Berichte vom normalen Campingleben und Windsurfen aufs absolute Minimum beschränken. Wir wollen Euch ja schliesslich nicht mit alltäglichen, belanglosen Sachen langweilen. Lediglich das Wind- und Wettergeschehen werden wir zwecks Statistik tagtäglich festhalten, weil es zum Campen und speziell zum Windsurfen gehört. Wir hoffen auf Euer Verständnis :-)
Camping Caravaning La Manga (Freitag, 23.9.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 28 Grad / Wind: 2 Bf. (S)

In der Nacht hat es nicht unter 21,5 Grad abgekühlt, eine richtige Sommernacht. Wir haben trotzdem gut geschlafen, denn der gestrige Tag ist doch lang und anstrengend gewesen. Die erste Joggingrunde nach zwei Monaten verläuft relativ harzig. Aber wir müssen etwas gegen unsere überschüssigen Pfunde tun, um das optimale Surfergewicht wieder zu erreichen ;-)

Am Nachmittag sind wir mit dem Einrichten fertig haben dazu noch 4 Segel aufgeriggt. Jetzt kann's los gehen. Für morgen Nachmittag ist denn auch der nächste Surfwind mit 3 bis 4 Beaufort aus Süden angesagt. Das nennt man gutes "Timing".

Foto des Tages: Auf unserer Parzelle eingerichtet


Windsurfen am Mar Menor (Samstag, 24.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 31 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (S)

Eine kleine Niederschlagszone, die von Marokko über uns hinweggezogen ist, hat in der Nacht für ein wenig Regen gesorgt. Der neue Tag empfängt uns bereits wieder mit purem Sonnenschein. Es ist drückend warm, so dass wir mit unserem Roller beim Einkaufen locker in T-Shirts und Shorts fahren können. Gemäss Wetterprognosen soll es heute 31 Grad warm werden.

Am Nachmittag beginnt ein relativ gleichmässiger Südwind zu blasen. Am Surfstrand, der wegen der ausgedehnten Schwimmzone für Surfer zurzeit nur eingeschränkt nutzbar ist, macht sich Unruhe bemerkbar (Foto: Big John).

"Major Tom" ist wieder mal der Erste auf dem Wasser.

Wegen der Abschrankung der Schwimmzone, kann man nur im Vorwindkurs aufs offene Wasser gelangen.

Ist man erst mal draussen, lässt es sich aber ganz gut surfen.

Der Wind frischt am späteren Nachmitttag bis auf 5 Beaufort auf, so dass ich mit dem 7,2 m2 Segel und dem 123 Liter Lorch an der Grenze des noch Fahrbaren bin. Es ist mein erster Surftag seit sechs Wochen. Ich werde morgen wohl kaum ohne Muskelkater davonkommen.

Foto des Tages: Noch herrscht in unserer Strasse gähnende Leere


Windsurfen am Mar Menor (Sonntag, 25.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (O)

Der Strand ist noch voll in spanischer Hand (Ferienzeit), obwohl die Spanier im Vergleich zum letzten Jahr nicht mehr so zahlreich angereist sind. Die Wirtschaftskrise hat auch hier merkliche Spuren hinterlassen. In Spanien herrscht eine nie dagewesene Arbeitslosigkeit. Die Zukunft schaut für viele alles andere als rosig aus. Insbesondere die Jugend leitet unter dieser Rezession.

Die Spanier lieben es im seichten Wasser zu stehen, um den Körper kühl zu halten. Schwimmer sieht man eher selten. Dies wäre ja auch viel zu anstrengend ;-)

Ab morgen soll es fünf Tage lang guten Ostwind geben. Schon heute baut sich dieser Wind auf, was die typische Seewindstimmung mit vielen kleinen Wolken erzeugt.

In HDR-Manier schaut dies besonders reizvoll aus :-)






Am Nachmittag reicht der Wind immerhin für Schwachwind-Segel/–Bretter und lockt einige Surfer aufs Wasser. Ich spare meine Kräfte lieber für morgen und die nächsten Tage auf.

Windsurfen am Mar Menor (Montag, 26.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (O)

Eigentlich sollte heute gemäss "Windguru" und "Windfinder" den ganzen Tag lang guter Surfwind mit 4 bis 5 Beauforts herrschen. Zum Glück bin ich am Morgen einer der Ersten auf dem Wasser, denn am Nachmittag gibt's nur noch 3 bis 4 Bf. und dies erst noch stark schwankend, das heisst, zum Gleiten eher grenzwertig.



Nichtsdestotrotz bin ich fast 5 Stunden mit dem neuen Lorch 123 unterwegs.


Foto des Tages: Ausgedörrte Landschaft rund um den Campingplatz




Windsurfen am Mar Menor (Dienstag, 27.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (NO bis O)

Vor Sonnenaufgang messen wir hochsommerliche 23,5 Grad (zumindest für mitteleuropäische Verhältnisse). Ein leichter Wind sorgt bei unserer morgendlichen Joggingrunde für eine erträgliche Atmosphäre. Während bei uns zuhause zwischen den Morgen- und Mittagstemperaturen grosse Unterschiede herrschen (15 bis 20 Grad Differenz), schätzen wir am "Mar Menor" das wesentlich ausgeglichene mediterrane Klima (zurzeit max. 5 bis 10 Grad Differenz).

Der heutige Tag gehört dem Windsurfen. Zusammen mit Karin und Karli wassern wir um halb zwölf Uhr unsere Bretter. Volle vier Stunden verbringen wir auf dem Wasser bei 4 bis 5 Bf. und haben grossen Spass. Zu mehr reichen meine Kräfte noch nicht. Die grosse Surfpause infolge unserer Kanada- und Deutschlandreise hat unserer Fitness doch etwas zugesetzt. So ist es eben: Wer rastet, der rostet ;-)

Fotos des Tages: Heuschrecke sucht Schatten




Windsurfen am Mar Menor (Mittwoch, 28.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)

Als ich um halb ein Uhr am Strand einen Augenschein nehme, ist lediglich ein einsamer Surfer zu sehen, obwohl ein toller Nordostwind über die Piratenbucht weht.

Anscheinend haben viele das gleiche Problem wie ich, nämlich, müde Glieder nach den ersten paar Surftagen :-) Um ein Uhr raffe ich mich dennoch auf und stosse unser Surfwägelchen mit schweren Schritten zum Strand. Es wäre wirklich zu dumm, den schönen Wind einfach sausen zu lassen.

Zunächst scheint es mit dem 6.0 m2 und dem 105 Liter Board zu klappen. Doch leider ist der Wind einfach zu löchrig und grenzwertig, dass Surfspass aufkommen mag. Ich entschliesse mich für einen Wechsel aufs grössere Material. Nach immerhin drei Stunden habe ich genug gesurft, obwohl der Wind in den späteren Nachmittagsstunden sogar noch etwas zulegt. Für morgen und die folgenden drei Tage ist ja wiederum Starkwind vorhergesagt.

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