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Mittwoch, 21. September 2011

Reise nach Spanien (mit Elchi)

Trèbes (F) - Spätzle Fritz, Vinaros (S) (Mittwoch, 21.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad

Spanien, wir kommen!
In der Nacht hat es infolge klarem Himmel massiv abgekühlt. Das Thermometer zeigt am frühen Morgen lediglich 10 Grad an. Doch dies sollte sich bald einmal ändern. Beim Überqueren der spanischen Grenze messen wir bereits 21 Grad und am Nachmittag erreichen wir sogar die 28 Gradmarke. Mit leichtem Rückenwind und ohne Verkehrsstauungen kommen wir gut voran. Um drei Uhr fahren wir bereits durchs Tor des Stellplatzes vom "Spätzle Fritz".

Seit wir zum letzten Mal hier gewesen sind (anfangs April 2011), hat sich einiges geändert. So gibt es jetzt eine Entsorgungsstation, auch für das chemische WC.

Das Restaurant wurde ebenfalls renoviert und präsentiert sich einmal mehr mit gemütlichem Ambiente.





Unseren obligaten Café trinken wir bei den sommerlichen Temperaturen selbstverständlich im Garten.

Da wir unterwegs nur ein Sandwich verdrückt haben, freuen wir uns auf das wohlschmeckende Abendessen mit deutschen Gerichten (die Besitzerin ist eine Deutsche). Wir konnten schon lange nicht mehr im Gartenrestaurant essen. Heute ist es sogar im T-Shirt komfortabel. Das Essen schmeckt, wie immer, ausgezeichnet. Das köstliche Dessert wollen wir Euch nicht vorenthalten ;-)


Spätzle FritzLa Manga del Mar Menor (Donnerstag, 22.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 Bf. (O)

Auch heute stehen wir beizeiten auf. Wir wollen möglichst früh auf dem Campingplatz "Caravaning La Manga" ankommen, damit uns noch genügend Zeit zum Einrichten bleibt.

Um sieben Uhr fahren wir los. Wir benutzen mehrheitlich mautfreie Hauptstrassen und Autobahnen. Vom "Spätzle Fritz" sind es nur ein paar Kilometer bis nach "Sant Rafel del Riu", wo die gut ausgebaute CV11 beginnt. Dort gibt es übrigens auch eine günstige Tankstelle. Von der Hauptstrasse CV11 wechseln wir auf die CV10, welche ihrerseits nahtlos in die A7 mündet, die wir bis zum ebenfalls mautfreien Autobahnring "Valencia" benützen.

Weiter geht's landeinwärts auf der sechsspurigen Gratisautobahn N340, die Verbindungsstrasse N344 und die vierspurige Gratisautobahn N330 bis "Elche". Lediglich auf der AP7 bei "Torrevieja" sind für ein paar wenige Kilometer Euro 7.50 fällig, und dieses Autobahnstück ist erst noch das Schlechteste, was wir in Spanien je gefahren sind.

Die ausführliche Schilderung dieser Wegstrecke soll Reisenden auf dem Weg nach Südspanien helfen Geld zu sparen, denn die Autobahngebühren auf Spaniens Autobahnen sind nicht gerade billig. Obendrein kann man fernab von Autobahnen erst noch günstiger tanken.

Trotz Werktagsverkehr kommen wir ohne Staus oder andere Verkehrsbehinderungen gut voran.





Links und rechts der Autobahn breiten sich unendlich weite Orangen- und Mandarinen-Plantagen aus.

Je weiter wir jedoch nach Süden vorankommen, desto gelb-brauner wird die Landschaft. Hier hat es seit Monaten kaum mehr geregnet. Lediglich die künstlich bewässerten Plantagen bilden grüne Inseln in den ausgedörrten Feldern.

Am frühen Nachmittag sind wir bereits am Ziel. So früh waren wir noch nie. Zum Glück ist unsere Parzelle schon frei, denn wir hatten sie eigentlich erst auf den 24. September reserviert.

In eigener Sache:
Wir werden unser Reisetagebuch wie gehabt weiterführen. Solange wir uns in Südspanien aufhalten, werden wir jedoch nur Neuigkeiten und besonders Interessantes ausführlicher dokumentieren, jedoch die Berichte vom normalen Campingleben und Windsurfen aufs absolute Minimum beschränken. Wir wollen Euch ja schliesslich nicht mit alltäglichen, belanglosen Sachen langweilen. Lediglich das Wind- und Wettergeschehen werden wir zwecks Statistik tagtäglich festhalten, weil es zum Campen und speziell zum Windsurfen gehört. Wir hoffen auf Euer Verständnis :-)
Camping Caravaning La Manga (Freitag, 23.9.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 28 Grad / Wind: 2 Bf. (S)

In der Nacht hat es nicht unter 21,5 Grad abgekühlt, eine richtige Sommernacht. Wir haben trotzdem gut geschlafen, denn der gestrige Tag ist doch lang und anstrengend gewesen. Die erste Joggingrunde nach zwei Monaten verläuft relativ harzig. Aber wir müssen etwas gegen unsere überschüssigen Pfunde tun, um das optimale Surfergewicht wieder zu erreichen ;-)

Am Nachmittag sind wir mit dem Einrichten fertig haben dazu noch 4 Segel aufgeriggt. Jetzt kann's los gehen. Für morgen Nachmittag ist denn auch der nächste Surfwind mit 3 bis 4 Beaufort aus Süden angesagt. Das nennt man gutes "Timing".

Foto des Tages: Auf unserer Parzelle eingerichtet


Windsurfen am Mar Menor (Samstag, 24.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 31 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (S)

Eine kleine Niederschlagszone, die von Marokko über uns hinweggezogen ist, hat in der Nacht für ein wenig Regen gesorgt. Der neue Tag empfängt uns bereits wieder mit purem Sonnenschein. Es ist drückend warm, so dass wir mit unserem Roller beim Einkaufen locker in T-Shirts und Shorts fahren können. Gemäss Wetterprognosen soll es heute 31 Grad warm werden.

Am Nachmittag beginnt ein relativ gleichmässiger Südwind zu blasen. Am Surfstrand, der wegen der ausgedehnten Schwimmzone für Surfer zurzeit nur eingeschränkt nutzbar ist, macht sich Unruhe bemerkbar (Foto: Big John).

"Major Tom" ist wieder mal der Erste auf dem Wasser.

Wegen der Abschrankung der Schwimmzone, kann man nur im Vorwindkurs aufs offene Wasser gelangen.

Ist man erst mal draussen, lässt es sich aber ganz gut surfen.

Der Wind frischt am späteren Nachmitttag bis auf 5 Beaufort auf, so dass ich mit dem 7,2 m2 Segel und dem 123 Liter Lorch an der Grenze des noch Fahrbaren bin. Es ist mein erster Surftag seit sechs Wochen. Ich werde morgen wohl kaum ohne Muskelkater davonkommen.

Foto des Tages: Noch herrscht in unserer Strasse gähnende Leere


Windsurfen am Mar Menor (Sonntag, 25.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (O)

Der Strand ist noch voll in spanischer Hand (Ferienzeit), obwohl die Spanier im Vergleich zum letzten Jahr nicht mehr so zahlreich angereist sind. Die Wirtschaftskrise hat auch hier merkliche Spuren hinterlassen. In Spanien herrscht eine nie dagewesene Arbeitslosigkeit. Die Zukunft schaut für viele alles andere als rosig aus. Insbesondere die Jugend leitet unter dieser Rezession.

Die Spanier lieben es im seichten Wasser zu stehen, um den Körper kühl zu halten. Schwimmer sieht man eher selten. Dies wäre ja auch viel zu anstrengend ;-)

Ab morgen soll es fünf Tage lang guten Ostwind geben. Schon heute baut sich dieser Wind auf, was die typische Seewindstimmung mit vielen kleinen Wolken erzeugt.

In HDR-Manier schaut dies besonders reizvoll aus :-)






Am Nachmittag reicht der Wind immerhin für Schwachwind-Segel/–Bretter und lockt einige Surfer aufs Wasser. Ich spare meine Kräfte lieber für morgen und die nächsten Tage auf.

Windsurfen am Mar Menor (Montag, 26.9.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (O)

Eigentlich sollte heute gemäss "Windguru" und "Windfinder" den ganzen Tag lang guter Surfwind mit 4 bis 5 Beauforts herrschen. Zum Glück bin ich am Morgen einer der Ersten auf dem Wasser, denn am Nachmittag gibt's nur noch 3 bis 4 Bf. und dies erst noch stark schwankend, das heisst, zum Gleiten eher grenzwertig.



Nichtsdestotrotz bin ich fast 5 Stunden mit dem neuen Lorch 123 unterwegs.


Foto des Tages: Ausgedörrte Landschaft rund um den Campingplatz




Windsurfen am Mar Menor (Dienstag, 27.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (NO bis O)

Vor Sonnenaufgang messen wir hochsommerliche 23,5 Grad (zumindest für mitteleuropäische Verhältnisse). Ein leichter Wind sorgt bei unserer morgendlichen Joggingrunde für eine erträgliche Atmosphäre. Während bei uns zuhause zwischen den Morgen- und Mittagstemperaturen grosse Unterschiede herrschen (15 bis 20 Grad Differenz), schätzen wir am "Mar Menor" das wesentlich ausgeglichene mediterrane Klima (zurzeit max. 5 bis 10 Grad Differenz).

Der heutige Tag gehört dem Windsurfen. Zusammen mit Karin und Karli wassern wir um halb zwölf Uhr unsere Bretter. Volle vier Stunden verbringen wir auf dem Wasser bei 4 bis 5 Bf. und haben grossen Spass. Zu mehr reichen meine Kräfte noch nicht. Die grosse Surfpause infolge unserer Kanada- und Deutschlandreise hat unserer Fitness doch etwas zugesetzt. So ist es eben: Wer rastet, der rostet ;-)

Fotos des Tages: Heuschrecke sucht Schatten




Windsurfen am Mar Menor (Mittwoch, 28.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)

Als ich um halb ein Uhr am Strand einen Augenschein nehme, ist lediglich ein einsamer Surfer zu sehen, obwohl ein toller Nordostwind über die Piratenbucht weht.

Anscheinend haben viele das gleiche Problem wie ich, nämlich, müde Glieder nach den ersten paar Surftagen :-) Um ein Uhr raffe ich mich dennoch auf und stosse unser Surfwägelchen mit schweren Schritten zum Strand. Es wäre wirklich zu dumm, den schönen Wind einfach sausen zu lassen.

Zunächst scheint es mit dem 6.0 m2 und dem 105 Liter Board zu klappen. Doch leider ist der Wind einfach zu löchrig und grenzwertig, dass Surfspass aufkommen mag. Ich entschliesse mich für einen Wechsel aufs grössere Material. Nach immerhin drei Stunden habe ich genug gesurft, obwohl der Wind in den späteren Nachmittagsstunden sogar noch etwas zulegt. Für morgen und die folgenden drei Tage ist ja wiederum Starkwind vorhergesagt.

Mittwoch, 14. September 2011

Reise nach Deutschland II, Frankreich (mit Elchi)

Freudenstadt (D) – Kehl (D), Strasbourg (F) (Mittwoch, 14.9.2011)
Wetter: teilweise bewölkt bis schön / Temp.: 21 Grad

Quer durch die Täler des Schwarzwalds, zum Teil über die "Schwarzwald Hochstrasse", geht's weiter in Richtung "Kehl". Dort befindet sich nämlich der angepeilte Campingplatz "Campingpark Kehl". Der Platz liegt direkt an der Rheinpromenade, zentral und doch ruhig, in einer grünen Parklandschaft. "Strasbourg", die pulsierende Europa-Metropole liegt im Blickfeld auf der anderen Seite des Rheins. Leider bietet der Campingplatz kein WLAN an, so dass ich aufs Mobilnetz von "Vodafone" zurückgreifen muss.

Wir satteln unsere Velos (Velo statt Fahrrad wird hier auch auf deutscher Seite verstanden ;-) und fahren erstmal dem Rhein entlang bis ins Zentrum von "Kehl".

Schon von ferne fällt uns die neue Rhein-Passerelle ins Auge, welche "Kehl" mit "Strasbourg" verbindet, eine echte Meisterleitung der Brückenbauarchitektur.

An dieser faszinierenden Brücke gibt es buchstäblich keine Geraden. Zwei asymmetrische, geschwungene Stege sind an zwei schiefen Pylonen aufgehängt.



Eine statische Berechnung einer so komplexen Konstruktion wäre ohne Computerhilfe wohl kaum realisierbar gewesen.



Hier das dazu gehörende brillantere HDR-Foto.

Der Altrhein-Kanal gibt den Blick auf den speziell gestalteten Glockenturm der
"St. Johannes Nepomuk Kirche" frei.

Diese katholische Kirche steht zwischen dem alten und neuen Rhein.



Der "Alte Rhein" besitzt keine Strömung, so dass sich Seerosen in dieser Umgebung wohlfühlen und ungestört ausbreiten können.



Und hier noch die dazugehörende HDR-Version.

Am Rand des zentralen Marktplatzes steht die "Friedenskirche".

Die Innenstadt unterscheidet sich kaum von denen anderer Kleinstädte. Ein Fussgängerbereich mit zahlreichen Shops, Restaurants und Cafés lädt zum Bummeln ein.

Bereits nach drei Stunden haben wir die Innenstadt abgelaufen (inkl. Mittagessen) und fahren zurück zum Campingplatz. Das bedeutendere "Strasbourg", welches wir uns morgen vornehmen wollen, wird da schon ergiebiger sein.

Strasbourg (F) (Donnerstag, 15.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad

Bereits am frühen Morgen wölbt sich ein strahlend blauer Himmel über uns. Keine Spur von herbstlichem Nebel, obwohl wir uns direkt am Rhein befinden. Mit unseren Velos nehmen wir die ca. 5 Kilometer lange Strecke bis in die Altstadt von "Strasbourg" unter die Räder. Zunächst queren wir über die Passerelle den Rhein.



Der Reisemobil-Stellplatz von "Strasbourg" kann sich sehen lassen. Er liegt inmitten von ruhigen Parkanlagen zwischen "Rhein" und "L'ill".

"La Cathédrale Notre Dame" auf dem gleichnamigen Platz liegt zentral inmitten der attraktiven Altstadt.

Die Besteigung des Glockenturms ist Ehrensache.

Schon der Aufstieg auf die 66 m hohe Aussichtsplattform ist ein besonderes Erlebnis.



Der obere Teil der Türme ist leider nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Wie immer, werden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt.







Der Blick aus der Vogelperspektive hat seinen besonderen Reiz.





Die Tauben fühlen sich auf dieser schwindelnden Höhe pudelwohl.



Auf der Aussichtsplattform sind wir fast alleine. Im Inneren der Kathedrale findet hingegen eine richtiggehende Völkerwanderung statt.



Das Münster ist gespickt von prachtvollen Sehenswürdigkeiten.







Besondere Anziehungspunkte sind die kunstvolle Kanzel, die astronomische Uhr und die Skulpturen der Kreuzigung Christi am Ölberg.





Aber auch die unzähligen wunderschönen Glasmalereien laden zum Verweilen ein.





Die Altstadt ist umgeben von Nebenarmen des Flusses "L'ill". Das "Kleine Venedig" heisst hier für einmal "La Petite France".





Es braucht den Vergleich zu den verschiedensten "Kleinen Venedig" auf der Welt keineswegs zu scheuen.





Dieser Altstadtteil ist ein wahres Bijou und absolute Pflicht für jeden Besucher dieser interessanten Stadt.



An dieser Stelle darf ein HDR-Foto natürlich nicht fehlen :-)

So fallen unsere Fotos von dieser malerischen Ecke denn auch etwas üppiger aus als gewöhnlich.





Dass in diesem romantischen Stadtteil ein paar Sequenzen eines Spielfilms gedreht werden und wir unfreiwillig zu Statisten werden, ist durchaus verständlich ;-) Der Filmtitel ist uns leider nicht bekannt. Aber gleichwohl kommt uns eine Filmschauspielerin bekannt vor. Ihr verschmitztes Lächeln ist unverkennbar.



Am Rande der Altstadt treffen wir auf das "Palais de Justice" und gleich daneben auf die "Eglise St-Pierre-Le-Jeune catholique". Die entsprechende evangelische Kirche haben wir nicht gefunden.





Die gleiche Kirche vom Münsterturm aus gesehen.

Das Innere ist weitaus schlichter als die Fassade vermuten lässt.



Durch die belebten Gassen spazieren wir wieder zurück zum "Place de la Cathédrale" vorbei am "Place Kleber".







Die "berittene" Polizei ist im Stadtzentrum omnipräsent.



Eines der wohl ältesten Häuser der Altstadt steht ebenfalls am "Place de la Cathédrale". Das "Maison Kammerzell" wurde 1465 erbaut. Das Gebäude ist aussen, wie innen, ein Schmuckstück.



Vor dem Münster hat sich eine riesige Menge Menschen versammelt. Anscheinend handelt es sich um eine friedliche Demo Jugendlicher; wofür oder wogegen können wir nicht herausfinden ;-)

Die faszinierende Frontfassade der Kathedrale präsentiert sich mittlerweile im Sonnenlicht und bringt so die filigranen Strukturen voll zur Geltung.





Bevor wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz machen, noch ein paar letzte Impressionen vom wunderschönen "Strasbourg".










StrasbourgKaysersberg - Ribeauvillé (F) (Freitag, 16.9.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 26 Grad

Nachdem wir unseren "Elchi" auf dem Campingplatz in "Kaysersberg" plaziert haben, machen wir uns mit dem Roller auf Entdeckungsfahrt. Unser erstes Ziel ist das Städtchen "Ribeauvillé", welches wir uns bei unserem letzten Aufenthalt im Elsass vor zwei Jahren noch nicht angeschaut hatten.

Auf dem Weg treffen wir auf das unscheinbare Dorf "Zellerberg", welches kaum Touristen anzulocken vermag. Der bezaubernd schöne Garten an der Durchgangsstrasse zieht jedoch alle Blicke der Passanten auf sich.





Das malerische Städtchen "Ribeauvillé" liegt inmitten von Rebbergen und enthält eine Vielfalt von bezaubernden Gassen, Plätzen und Ecken, die an Schönheit und Buntheit kaum zu übertreffen sind. Wir sind geradezu überwältigt.









Wir arbeiten uns von einem märchenhaft schönen Fachwerkbau zum nächsten, und fühlen uns wie in einem Märchenland.









Der vortreffliche Geschmack, den die Bewohner beim Ausschmücken der Fenster und Auslagen an den Tag legen und die Liebe zum Detail sind bemerkenswert.





Obwohl der obere Teil des Städtchens jede Menge attraktive Gassen und Plätze enthält, sehen wir dort nur wenige Touristen.









Wir können uns einmal mehr kaum satt sehen.





Im Hintergrund erblicken wir hoch über der Stadt die Ruine "St. Ulrich".

Nun wird es Zeit etwas zu essen. In der "Saladerie" werden wir fündig.

Die reichlich garnierten Salatplatten sind wirklich bemerkenswert und vergleichsweise preisgünstig.



Zum Dessert genehmigen wir uns zum ersten Mal in diesem Jahr ein leckeres "Vermicelles", hier "La Torche aux Marrons" genannt.

Der Himmel hat sich inzwischen leider etwas verschleiert. Ein Tiefdruckgebiet soll uns übers Wochenende überqueren. Durch die schmucken Gassen spazieren wir zum Roller zurück.





Durch die ausgedehnten Rebberge fahren wir nach "Kaysersberg" zurück, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten besorgen wollen.



Das Städtchen "Kaysersberg" steht auf unserer internen Elsass-Rangliste zusammen mit "Riquewihr" und "Colmar" nun an zweiter Stelle ;-)







Auch hier gibt es lauschige Gassen und Ecken zu entdecken.





Weitere schöne Fotos vom schmucken "Kaysersberg" findet Ihr in unserem Reisetagebuch 4 vom 2009.

Ausflug nach Colmar (F) (Samstag, 17.9.2011)
Wetter: schön bis bewölkt/ Temp.: 26 Grad

Beim letzten Besuch von "Colmar" hatten wir das "La Petite Venise" (das kleine Venedig) vergeblich gesucht. Ausgerüstet mit einem Stadtplan steuern wir nun zielstrebig diesen malerischen Teil "Colmars" an.









Unter dem Motto, ein Bild sagt mehr aus, als Tausend Worte, hier noch ein paar weitere Fotos von dieser romantischen Ecke "Colmars".





Auch die Touristen in den "Minitrams" fotografieren, was das Zeug hält. Unter solchen Umständen geschossene Fotos möchten wir allerdings nicht begutachten ;-) Vom kleinen Venedig werden sie bei ihrer zügigen Fahrt jedenfalls nicht allzu viel mitbekommen haben.



Die Altstadt "Colmars" ist zwar grösser, als die vergleichbaren der umliegenden Städtchen, aber auch wesentlich unübersichtlicher. Die attraktiven Gassen und Plätze liegen teilweise ziemlich verstreut, so dass man ohne Stadtplan relativ verloren dasteht.









An verträumten Ecken zum Verweilen mangelt es "Colmar" absolut nicht.









Zwischendurch genehmigen wir uns in der Markthalle ein Sandwich. Die Halle ist zwar nicht mit derjenigen von Stuttgart zu vergleichen. Man kann dort aber gut und günstig zu einem Lunch gelangen.

Bereits am frühen Nachmittag treten wir den Rückweg an. Schliesslich haben wir vor zwei Jahren "Colmar" schon einmal einen halben Tag lang durchstreift.







Weitere Fotos vom romantischen "Colmar" findet Ihr in unserem Reisetagebuch 4.

"Kaysersberg" verfügt übrigens über einen grossen Stellplatz für Reisemobile. Zurzeit ist dieser ziemlich voll. Wir sind froh auf dem Campingplatz zu stehen. Da gibt's mehr Ruhe und Komfort ;-)

Der Zander mit "Choucroute" (Sauerkraut) und Kartoffeln und dazu ein Elsässer Rosé lassen keine Wünsche offen. Mit einem leckeren "Kougelhopf Glace" mit Schlagrahm an einer delikaten Rum-Vanillesauce runden wir das Abschiedsessen ab. Morgen setzen wir unser Reise in Richtung Südspanien fort. Wir können das "Restaurant du Chateau", inmitten von "Kaysersberg" neben der Kirche gelegen, uneingeschränkt empfehlen.

Kaysersberg - Digoin (F) (Sonntag, 18.9.2011)
Wetter: Regen bis schön / Temp.: 19 Grad

Am frühen Morgen verlassen wir das schöne "Kaysersberg" bei leichtem Regen. Doch dies sollte sich schon bald ändern. Bereits auf Höhe von "Belfort" hört der Regen auf und macht aufgelockerter Bewölkung Platz, das typische Nachfrontenwetter einer Kaltfront eben. Bis nach "Besançon" benutzen wir die teilweise mautpflichtige Autobahn.

Beim letzten Mal hatten wir bei der Durchfahrt durch die Stadt "Besançon" viel Zeit verloren. Anschliessend geht's weiter auf der normalen Nationalen Hauptverkehrsstrasse D673.



Der Verkehr hält sich heute Sonntag in Grenzen.

Wie schon vor zwei Jahren machen wir im kleinen Städtchen "Digoin" am Fluss "La Loire" Halt. Der ruhig gelegene Campingplatz "Camping de la Chevrette" liegt direkt neben dem Fluss am Stadtrand und bietet für einen günstigen Preis eine gute Infrastruktur inkl. Gratis-WLAN, was wir sehr schätzen. Hinzu kommt, dass die freundliche Platzwartin sehr freundlich ist und uns sogar wieder erkannt hat.



Der Stellplatz von "Digoin" befindet sich hingegen direkt an der Durchgangsstrasse.

Das Provinzstädtchen "Digoin" liegt eingebettet zwischen den Flüssen "La Loire" und "L'Arroux" und hält allerhand Überraschungen bereit.





Wir spazieren erstmal der "La Loire" entlang bis zum aussergewöhnlichen Brückenkanal der den Fluss hier überquert.



Von weitem schaut dieses Bauwerk wie eine normale Brücke aus. Erst wenn ein Schiff im Kanal darüber fährt oder wenn man, wie wir, einen Blick von oben darauf wirft, entdeckt man das Geheimnis dieser Brücke.



"Le Pont Aqueduc" ist Teil des "Canal latéral à La Loire", der hier die "La Loire" quert.



Das Aquädukt ist 243 m lang und wurde in den Jahren 1834 bis 1838 erbaut. Der Kanal für die Schiffe ist immerhin 6.0 m breit und 2.30 m tief.

Mit ein bisschen Fantasie kann man bei diesem Brückenblumenschmuck zwei Hunde entdecken ;-)

Beim Durchstreifen der Gassen fällt einen sofort das markante Postgebäude in der Hauptstrasse ins Auge.



Im Stadtzentrum befindet sich die im romanisch-byzantinischen Stil erbaute "Notre Dame da la Providence". Wir hätten nicht gedacht, in "Digoin" eine so prachtvolle Kirche anzutreffen.



Auch das Innere sorgt für Überraschungen.









Aber auch gastronomisch hat die kleine Stadt einiges zu bieten. Achtzehn Restaurants, Hotels und Cafés buhlen um die Gunst der Gäste. Das hübsche Hotel/Restaurant "Hôtel des Diligences" ist eines davon.



Nach dem Spaziergang machen wir es uns vor unserem "Elchi" gemütlich.


DigoinTrèbes (Montag, 19.9.2011)
Wetter: regnerisch bis schön / Temp.: 22 Grad

Eine weitere Niederschlagszone des Tiefdruckgebietes "George" über der Nordsee ist während der Nacht über uns hinweg gezogen. Bei leichtem Regen fahren wir beizeiten los. Bis zum unserem heutigen Ziel dem Campingplatz "Trèbes" bei "Carcassonne" liegen immerhin 569 Kilometer vor uns.

Nach "Clermont Ferrand" beginnt die mautfreie Autobahn A75, die wir bis vor "Narbonne" benutzen. Die vierspurige Autobahn schlängelt sich elegant durch das Zentralmassiv.



Die Steigungen sind beträchtlich. Oftmals steigt die Strasse über 1000 m.ü.M. um dann wieder auf 600 m abzufallen. Das treibt den Dieselverbrauch in die Höhe und die Bremsbeläge müssen ebenfalls kräftig "Haare lassen".

Ein Zirkus-Konvoi quält sich ebenfalls über die Passstrasse.

Bis nach dem "Massif Central" gibt es immer wieder mal einen Regenschauer. Auf der Passhöhe auf 1121 m.ü.M. messen wir nur noch 7 Grad und dies um die Mittagszeit. In der Schweiz soll die Schneefallgrenze mittlerweile auf 1000 m gesunken sein.

Das Mittagessen gibt's, wie immer, auf der Autobahnraststätte nach Ausfahrt Nr. 31 gleich nach dem "Truyère Viadukt". Die Lasagne schmeckt dieses Jahr nicht so toll. Möglicherweise hat wieder mal der Koch gewechselt.

Von Essen geniessen kann heute nicht die Rede sein. Infolge des kalten und windigen Wetters will niemand auf der Terrasse essen, so dass das Restaurant im Innern übervoll ist. Nach einer halben Stunde geht's weiter. Bald einmal nähern wir uns dem berühmten "Viadukt von Millau".





Das "Viadukt von Millau" ist zwar kostenpflichtig, aber man spart eine Menge Zeit und auch Bremsbeläge ;-) Da die A75 wenigstens mautfrei ist, entschliessen wir uns diesmal für das Viadukt, welches stolze 343 m hoch und mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt ist.





Als wir dann die Südrampe hinunterfahren, wird das Wetter immer sonniger und das Thermometer schnellt rasant in die Höhe.





Bei "Narbonne" messen wir bereits satte 22 Grad. Wir kommen zügig voran und treffen bereits um fünf Uhr an unserem Ziel "Trèbes" ein. Gleich am Dorfeingang machen wir beim günstigen U-Markt unseren Tank voll, bevor wir zum nahen Campingplatz "A l'Ombre des Micocouliers" fahren.

Auf einem kurzen Spaziergang in die Innenstadt stellen wir ein wenig enttäuscht fest, dass "Trèbes" lediglich über eine kleine Hafenpromenade, ein paar Restaurants und einen unattraktiven kleinen Altstadtkern verfügt, nicht eben genug, um damit einen längeren Besuch zu rechtfertigen.





"Trèbes" dient uns denn auch nur als Sprungbrett für "Carcassonne", welches wir uns morgen anschauen wollen.

Carcassonne (Dienstag, 20.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad

Das schöne Wetter hat sich wieder durchgesetzt. Obwohl es am frühen Morgen noch empfindlich kalt ist (15 Grad) und ein kräftiger Wind weht, erwarten wir für heute die von den Meteorologen prognostizieren spätsommerlichen 25 Grad. Um dem Touristenrummel etwas zu entgehen, stehen wir beizeiten auf.

Für die sechs Kilometer lange Strecke bis in die "Cité Médiévale de Carcassonne", wie die Festung heisst, nehmen wir unseren Roller. Parkplätze gibt es mehr als genug. Mit unserem Roller haben wir eh keine derartigen Probleme ;-)

Die Festung in "Carcassonne" wurde auf den Resten einer römischen Festung erbaut. Die mittelalterliche Stadtanlage am Fluss "Aude" mit den 52 Türmen und zwei konzentrischen Befestigungsgürteln, deren Schutzwall sich über 3 Kilometer Länge erstreckt, gilt als Weltkulturerbe.

Schon als wir vom Parkplatz zum Haupttor spazieren, erahnen wir die immense Grösse dieser mittelalterlichen Anlage.



Die doppelte Zugbrücke und der doppelte Befestigungsgürtel signalisieren die Wehrhaftigkeit dieser eindrücklichen Bastion.





Gespannt, was uns erwartet, betreten wir den ersten Befestigungsgürtel.







Wir haben die Türme nicht gezählt, aber die genannte Anzahl von 52 wird wohl hinkommen ;-) Wir befinden uns ja immer noch innerhalb des ersten Befestigungsgürtels.



Noch sind wir auf unserem Rundgang weitgehend alleine. Doch dies wird sich bald einmal ändern. Ein bis zwei Stunden später sieht die Szene dann so aus.



Nach einem "Café mit Croissant" und einem feinen "Oreillette" (bei uns Öhrli oder Fasnachts-Chüechli genannt) steuern wir geradewegs auf das "Château Comtal" auf der Westseite der Festung zu.

Der Eintritt ins Schloss ist uns mit Euro 8.50 pro Person zu teuer. Wie schauen uns das Schloss lieber von aussen an.





Als nächstes steuern wir die "Basilique Saint-Nezaire" im Süden der Stadt an.





Im Innern ist vor allem der Chorteil interessant.





Inzwischen hat die Touristenschar in den Gassen, Läden und Restaurants augenfällig zugenommen.







Wir wenden uns der "Bastide Saint Louis", dem alten Stadtkern ausserhalb der Festung zu und schreiten den steilen Weg vom Festungshügel runter in die Stadt.



Andere wählen den bequemeren Weg :-)

Am Fuss des Hügels angekommen, werfen wir einen ersten Blick zurück. Das fantastische Bild, das sich uns bietet, gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir hinter dem Fluss sein werden.

Um den optimalen Vordergrund mit der "Pont Vieux" (alten Brücke) zu bekommen, spazieren wir direkt zur neuen Brücke. Das Szene, die sich uns jetzt bietet, ist schlichtweg überwältigend…





…und die dazugehörenden HDR-Fotos ein absoluter Traum.



Der alte Stadtkern hingegen bietet nur wenige Sehenswürdigkeiten. Wir finden eine schöne Ecke bei dem einzigen Stadttor mit vorgelagerten Parkanlagen und im "Restaurant de Terrasse" ein geeignetes Lokal für das Mittagessen.



Nach dem Mittagessen geht's über die "Pont Vieux" wieder zurück auf die Festung.



Oben angelangt, geniessen wir noch einmal die herrliche Aussicht auf die unter uns liegende Stadt.









Wir queren die Innenstadt der Festung und schlängeln uns durch die Menschenmenge bis zum Haupteingang zurück.





Vor der "Basilique" gibt ein Gaukler sein Bestes und lockt eine Menge Zuschauer an.







Die beeindruckende Festung von "Carcassonne" ist wirklich eine Reise wert. Für uns geht ein wunderbarer und interessanter Tag zu Ende. Das dazu passende Prachtswetter war, wie immer, das Tüpfelchen auf dem i.

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