Wetter: teilweise bewölkt bis schön / Temp.: 21 Grad
Quer durch die Täler des Schwarzwalds, zum Teil über die "Schwarzwald Hochstrasse", geht's weiter in Richtung "Kehl". Dort befindet sich nämlich der angepeilte Campingplatz "Campingpark Kehl". Der Platz liegt direkt an der Rheinpromenade, zentral und doch ruhig, in einer grünen Parklandschaft. "Strasbourg", die pulsierende Europa-Metropole liegt im Blickfeld auf der anderen Seite des Rheins. Leider bietet der Campingplatz kein WLAN an, so dass ich aufs Mobilnetz von "Vodafone" zurückgreifen muss.

Wir satteln unsere Velos (Velo statt Fahrrad wird hier auch auf deutscher Seite verstanden ;-) und fahren erstmal dem Rhein entlang bis ins Zentrum von "Kehl".

Schon von ferne fällt uns die neue Rhein-Passerelle ins Auge, welche "Kehl" mit "Strasbourg" verbindet, eine echte Meisterleitung der Brückenbauarchitektur.

An dieser faszinierenden Brücke gibt es buchstäblich keine Geraden. Zwei asymmetrische, geschwungene Stege sind an zwei schiefen Pylonen aufgehängt.


Eine statische Berechnung einer so komplexen Konstruktion wäre ohne Computerhilfe wohl kaum realisierbar gewesen.


Hier das dazu gehörende brillantere HDR-Foto.

Der Altrhein-Kanal gibt den Blick auf den speziell gestalteten Glockenturm der
"St. Johannes Nepomuk Kirche" frei.

Diese katholische Kirche steht zwischen dem alten und neuen Rhein.


Der "Alte Rhein" besitzt keine Strömung, so dass sich Seerosen in dieser Umgebung wohlfühlen und ungestört ausbreiten können.


Und hier noch die dazugehörende HDR-Version.

Am Rand des zentralen Marktplatzes steht die "Friedenskirche".

Die Innenstadt unterscheidet sich kaum von denen anderer Kleinstädte. Ein Fussgängerbereich mit zahlreichen Shops, Restaurants und Cafés lädt zum Bummeln ein.

Bereits nach drei Stunden haben wir die Innenstadt abgelaufen (inkl. Mittagessen) und fahren zurück zum Campingplatz. Das bedeutendere "Strasbourg", welches wir uns morgen vornehmen wollen, wird da schon ergiebiger sein.
Strasbourg (F) (Donnerstag, 15.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad
Bereits am frühen Morgen wölbt sich ein strahlend blauer Himmel über uns. Keine Spur von herbstlichem Nebel, obwohl wir uns direkt am Rhein befinden. Mit unseren Velos nehmen wir die ca. 5 Kilometer lange Strecke bis in die Altstadt von "Strasbourg" unter die Räder. Zunächst queren wir über die Passerelle den Rhein.


Der Reisemobil-Stellplatz von "Strasbourg" kann sich sehen lassen. Er liegt inmitten von ruhigen Parkanlagen zwischen "Rhein" und "L'ill".

"La Cathédrale Notre Dame" auf dem gleichnamigen Platz liegt zentral inmitten der attraktiven Altstadt.

Die Besteigung des Glockenturms ist Ehrensache.

Schon der Aufstieg auf die 66 m hohe Aussichtsplattform ist ein besonderes Erlebnis.


Der obere Teil der Türme ist leider nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Wie immer, werden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt.




Der Blick aus der Vogelperspektive hat seinen besonderen Reiz.



Die Tauben fühlen sich auf dieser schwindelnden Höhe pudelwohl.


Auf der Aussichtsplattform sind wir fast alleine. Im Inneren der Kathedrale findet hingegen eine richtiggehende Völkerwanderung statt.


Das Münster ist gespickt von prachtvollen Sehenswürdigkeiten.




Besondere Anziehungspunkte sind die kunstvolle Kanzel, die astronomische Uhr und die Skulpturen der Kreuzigung Christi am Ölberg.



Aber auch die unzähligen wunderschönen Glasmalereien laden zum Verweilen ein.



Die Altstadt ist umgeben von Nebenarmen des Flusses "L'ill". Das "Kleine Venedig" heisst hier für einmal "La Petite France".



Es braucht den Vergleich zu den verschiedensten "Kleinen Venedig" auf der Welt keineswegs zu scheuen.



Dieser Altstadtteil ist ein wahres Bijou und absolute Pflicht für jeden Besucher dieser interessanten Stadt.


An dieser Stelle darf ein HDR-Foto natürlich nicht fehlen :-)

So fallen unsere Fotos von dieser malerischen Ecke denn auch etwas üppiger aus als gewöhnlich.



Dass in diesem romantischen Stadtteil ein paar Sequenzen eines Spielfilms gedreht werden und wir unfreiwillig zu Statisten werden, ist durchaus verständlich ;-) Der Filmtitel ist uns leider nicht bekannt. Aber gleichwohl kommt uns eine Filmschauspielerin bekannt vor. Ihr verschmitztes Lächeln ist unverkennbar.


Am Rande der Altstadt treffen wir auf das "Palais de Justice" und gleich daneben auf die "Eglise St-Pierre-Le-Jeune catholique". Die entsprechende evangelische Kirche haben wir nicht gefunden.



Die gleiche Kirche vom Münsterturm aus gesehen.

Das Innere ist weitaus schlichter als die Fassade vermuten lässt.


Durch die belebten Gassen spazieren wir wieder zurück zum "Place de la Cathédrale" vorbei am "Place Kleber".




Die "berittene" Polizei ist im Stadtzentrum omnipräsent.


Eines der wohl ältesten Häuser der Altstadt steht ebenfalls am "Place de la Cathédrale". Das "Maison Kammerzell" wurde 1465 erbaut. Das Gebäude ist aussen, wie innen, ein Schmuckstück.


Vor dem Münster hat sich eine riesige Menge Menschen versammelt. Anscheinend handelt es sich um eine friedliche Demo Jugendlicher; wofür oder wogegen können wir nicht herausfinden ;-)

Die faszinierende Frontfassade der Kathedrale präsentiert sich mittlerweile im Sonnenlicht und bringt so die filigranen Strukturen voll zur Geltung.



Bevor wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz machen, noch ein paar letzte Impressionen vom wunderschönen "Strasbourg".





Strasbourg – Kaysersberg - Ribeauvillé (F) (Freitag, 16.9.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 26 Grad
Nachdem wir unseren "Elchi" auf dem Campingplatz in "Kaysersberg" plaziert haben, machen wir uns mit dem Roller auf Entdeckungsfahrt. Unser erstes Ziel ist das Städtchen "Ribeauvillé", welches wir uns bei unserem letzten Aufenthalt im Elsass vor zwei Jahren noch nicht angeschaut hatten.
Auf dem Weg treffen wir auf das unscheinbare Dorf "Zellerberg", welches kaum Touristen anzulocken vermag. Der bezaubernd schöne Garten an der Durchgangsstrasse zieht jedoch alle Blicke der Passanten auf sich.



Das malerische Städtchen "Ribeauvillé" liegt inmitten von Rebbergen und enthält eine Vielfalt von bezaubernden Gassen, Plätzen und Ecken, die an Schönheit und Buntheit kaum zu übertreffen sind. Wir sind geradezu überwältigt.





Wir arbeiten uns von einem märchenhaft schönen Fachwerkbau zum nächsten, und fühlen uns wie in einem Märchenland.





Der vortreffliche Geschmack, den die Bewohner beim Ausschmücken der Fenster und Auslagen an den Tag legen und die Liebe zum Detail sind bemerkenswert.



Obwohl der obere Teil des Städtchens jede Menge attraktive Gassen und Plätze enthält, sehen wir dort nur wenige Touristen.





Wir können uns einmal mehr kaum satt sehen.



Im Hintergrund erblicken wir hoch über der Stadt die Ruine "St. Ulrich".

Nun wird es Zeit etwas zu essen. In der "Saladerie" werden wir fündig.

Die reichlich garnierten Salatplatten sind wirklich bemerkenswert und vergleichsweise preisgünstig.


Zum Dessert genehmigen wir uns zum ersten Mal in diesem Jahr ein leckeres "Vermicelles", hier "La Torche aux Marrons" genannt.

Der Himmel hat sich inzwischen leider etwas verschleiert. Ein Tiefdruckgebiet soll uns übers Wochenende überqueren. Durch die schmucken Gassen spazieren wir zum Roller zurück.



Durch die ausgedehnten Rebberge fahren wir nach "Kaysersberg" zurück, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten besorgen wollen.


Das Städtchen "Kaysersberg" steht auf unserer internen Elsass-Rangliste zusammen mit "Riquewihr" und "Colmar" nun an zweiter Stelle ;-)




Auch hier gibt es lauschige Gassen und Ecken zu entdecken.



Weitere schöne Fotos vom schmucken "Kaysersberg" findet Ihr in unserem Reisetagebuch 4 vom 2009.
Ausflug nach Colmar (F) (Samstag, 17.9.2011)
Wetter: schön bis bewölkt/ Temp.: 26 Grad
Beim letzten Besuch von "Colmar" hatten wir das "La Petite Venise" (das kleine Venedig) vergeblich gesucht. Ausgerüstet mit einem Stadtplan steuern wir nun zielstrebig diesen malerischen Teil "Colmars" an.





Unter dem Motto, ein Bild sagt mehr aus, als Tausend Worte, hier noch ein paar weitere Fotos von dieser romantischen Ecke "Colmars".



Auch die Touristen in den "Minitrams" fotografieren, was das Zeug hält. Unter solchen Umständen geschossene Fotos möchten wir allerdings nicht begutachten ;-) Vom kleinen Venedig werden sie bei ihrer zügigen Fahrt jedenfalls nicht allzu viel mitbekommen haben.


Die Altstadt "Colmars" ist zwar grösser, als die vergleichbaren der umliegenden Städtchen, aber auch wesentlich unübersichtlicher. Die attraktiven Gassen und Plätze liegen teilweise ziemlich verstreut, so dass man ohne Stadtplan relativ verloren dasteht.





An verträumten Ecken zum Verweilen mangelt es "Colmar" absolut nicht.





Zwischendurch genehmigen wir uns in der Markthalle ein Sandwich. Die Halle ist zwar nicht mit derjenigen von Stuttgart zu vergleichen. Man kann dort aber gut und günstig zu einem Lunch gelangen.

Bereits am frühen Nachmittag treten wir den Rückweg an. Schliesslich haben wir vor zwei Jahren "Colmar" schon einmal einen halben Tag lang durchstreift.




Weitere Fotos vom romantischen "Colmar" findet Ihr in unserem Reisetagebuch 4.
"Kaysersberg" verfügt übrigens über einen grossen Stellplatz für Reisemobile. Zurzeit ist dieser ziemlich voll. Wir sind froh auf dem Campingplatz zu stehen. Da gibt's mehr Ruhe und Komfort ;-)

Der Zander mit "Choucroute" (Sauerkraut) und Kartoffeln und dazu ein Elsässer Rosé lassen keine Wünsche offen. Mit einem leckeren "Kougelhopf Glace" mit Schlagrahm an einer delikaten Rum-Vanillesauce runden wir das Abschiedsessen ab. Morgen setzen wir unser Reise in Richtung Südspanien fort. Wir können das "Restaurant du Chateau", inmitten von "Kaysersberg" neben der Kirche gelegen, uneingeschränkt empfehlen.
Kaysersberg - Digoin (F) (Sonntag, 18.9.2011)
Wetter: Regen bis schön / Temp.: 19 Grad
Am frühen Morgen verlassen wir das schöne "Kaysersberg" bei leichtem Regen. Doch dies sollte sich schon bald ändern. Bereits auf Höhe von "Belfort" hört der Regen auf und macht aufgelockerter Bewölkung Platz, das typische Nachfrontenwetter einer Kaltfront eben. Bis nach "Besançon" benutzen wir die teilweise mautpflichtige Autobahn.

Beim letzten Mal hatten wir bei der Durchfahrt durch die Stadt "Besançon" viel Zeit verloren. Anschliessend geht's weiter auf der normalen Nationalen Hauptverkehrsstrasse D673.


Der Verkehr hält sich heute Sonntag in Grenzen.

Wie schon vor zwei Jahren machen wir im kleinen Städtchen "Digoin" am Fluss "La Loire" Halt. Der ruhig gelegene Campingplatz "Camping de la Chevrette" liegt direkt neben dem Fluss am Stadtrand und bietet für einen günstigen Preis eine gute Infrastruktur inkl. Gratis-WLAN, was wir sehr schätzen. Hinzu kommt, dass die freundliche Platzwartin sehr freundlich ist und uns sogar wieder erkannt hat.


Der Stellplatz von "Digoin" befindet sich hingegen direkt an der Durchgangsstrasse.

Das Provinzstädtchen "Digoin" liegt eingebettet zwischen den Flüssen "La Loire" und "L'Arroux" und hält allerhand Überraschungen bereit.



Wir spazieren erstmal der "La Loire" entlang bis zum aussergewöhnlichen Brückenkanal der den Fluss hier überquert.


Von weitem schaut dieses Bauwerk wie eine normale Brücke aus. Erst wenn ein Schiff im Kanal darüber fährt oder wenn man, wie wir, einen Blick von oben darauf wirft, entdeckt man das Geheimnis dieser Brücke.


"Le Pont Aqueduc" ist Teil des "Canal latéral à La Loire", der hier die "La Loire" quert.


Das Aquädukt ist 243 m lang und wurde in den Jahren 1834 bis 1838 erbaut. Der Kanal für die Schiffe ist immerhin 6.0 m breit und 2.30 m tief.

Mit ein bisschen Fantasie kann man bei diesem Brückenblumenschmuck zwei Hunde entdecken ;-)

Beim Durchstreifen der Gassen fällt einen sofort das markante Postgebäude in der Hauptstrasse ins Auge.


Im Stadtzentrum befindet sich die im romanisch-byzantinischen Stil erbaute "Notre Dame da la Providence". Wir hätten nicht gedacht, in "Digoin" eine so prachtvolle Kirche anzutreffen.


Auch das Innere sorgt für Überraschungen.





Aber auch gastronomisch hat die kleine Stadt einiges zu bieten. Achtzehn Restaurants, Hotels und Cafés buhlen um die Gunst der Gäste. Das hübsche Hotel/Restaurant "Hôtel des Diligences" ist eines davon.


Nach dem Spaziergang machen wir es uns vor unserem "Elchi" gemütlich.

Digoin – Trèbes (Montag, 19.9.2011)
Wetter: regnerisch bis schön / Temp.: 22 Grad
Eine weitere Niederschlagszone des Tiefdruckgebietes "George" über der Nordsee ist während der Nacht über uns hinweg gezogen. Bei leichtem Regen fahren wir beizeiten los. Bis zum unserem heutigen Ziel dem Campingplatz "Trèbes" bei "Carcassonne" liegen immerhin 569 Kilometer vor uns.
Nach "Clermont Ferrand" beginnt die mautfreie Autobahn A75, die wir bis vor "Narbonne" benutzen. Die vierspurige Autobahn schlängelt sich elegant durch das Zentralmassiv.


Die Steigungen sind beträchtlich. Oftmals steigt die Strasse über 1000 m.ü.M. um dann wieder auf 600 m abzufallen. Das treibt den Dieselverbrauch in die Höhe und die Bremsbeläge müssen ebenfalls kräftig "Haare lassen".

Ein Zirkus-Konvoi quält sich ebenfalls über die Passstrasse.

Bis nach dem "Massif Central" gibt es immer wieder mal einen Regenschauer. Auf der Passhöhe auf 1121 m.ü.M. messen wir nur noch 7 Grad und dies um die Mittagszeit. In der Schweiz soll die Schneefallgrenze mittlerweile auf 1000 m gesunken sein.

Das Mittagessen gibt's, wie immer, auf der Autobahnraststätte nach Ausfahrt Nr. 31 gleich nach dem "Truyère Viadukt". Die Lasagne schmeckt dieses Jahr nicht so toll. Möglicherweise hat wieder mal der Koch gewechselt.
Von Essen geniessen kann heute nicht die Rede sein. Infolge des kalten und windigen Wetters will niemand auf der Terrasse essen, so dass das Restaurant im Innern übervoll ist. Nach einer halben Stunde geht's weiter. Bald einmal nähern wir uns dem berühmten "Viadukt von Millau".



Das "Viadukt von Millau" ist zwar kostenpflichtig, aber man spart eine Menge Zeit und auch Bremsbeläge ;-) Da die A75 wenigstens mautfrei ist, entschliessen wir uns diesmal für das Viadukt, welches stolze 343 m hoch und mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt ist.



Als wir dann die Südrampe hinunterfahren, wird das Wetter immer sonniger und das Thermometer schnellt rasant in die Höhe.



Bei "Narbonne" messen wir bereits satte 22 Grad. Wir kommen zügig voran und treffen bereits um fünf Uhr an unserem Ziel "Trèbes" ein. Gleich am Dorfeingang machen wir beim günstigen U-Markt unseren Tank voll, bevor wir zum nahen Campingplatz "A l'Ombre des Micocouliers" fahren.
Auf einem kurzen Spaziergang in die Innenstadt stellen wir ein wenig enttäuscht fest, dass "Trèbes" lediglich über eine kleine Hafenpromenade, ein paar Restaurants und einen unattraktiven kleinen Altstadtkern verfügt, nicht eben genug, um damit einen längeren Besuch zu rechtfertigen.



"Trèbes" dient uns denn auch nur als Sprungbrett für "Carcassonne", welches wir uns morgen anschauen wollen.
Carcassonne (Dienstag, 20.9.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad
Das schöne Wetter hat sich wieder durchgesetzt. Obwohl es am frühen Morgen noch empfindlich kalt ist (15 Grad) und ein kräftiger Wind weht, erwarten wir für heute die von den Meteorologen prognostizieren spätsommerlichen 25 Grad. Um dem Touristenrummel etwas zu entgehen, stehen wir beizeiten auf.
Für die sechs Kilometer lange Strecke bis in die "Cité Médiévale de Carcassonne", wie die Festung heisst, nehmen wir unseren Roller. Parkplätze gibt es mehr als genug. Mit unserem Roller haben wir eh keine derartigen Probleme ;-)
Die Festung in "Carcassonne" wurde auf den Resten einer römischen Festung erbaut. Die mittelalterliche Stadtanlage am Fluss "Aude" mit den 52 Türmen und zwei konzentrischen Befestigungsgürteln, deren Schutzwall sich über 3 Kilometer Länge erstreckt, gilt als Weltkulturerbe.

Schon als wir vom Parkplatz zum Haupttor spazieren, erahnen wir die immense Grösse dieser mittelalterlichen Anlage.


Die doppelte Zugbrücke und der doppelte Befestigungsgürtel signalisieren die Wehrhaftigkeit dieser eindrücklichen Bastion.



Gespannt, was uns erwartet, betreten wir den ersten Befestigungsgürtel.




Wir haben die Türme nicht gezählt, aber die genannte Anzahl von 52 wird wohl hinkommen ;-) Wir befinden uns ja immer noch innerhalb des ersten Befestigungsgürtels.


Noch sind wir auf unserem Rundgang weitgehend alleine. Doch dies wird sich bald einmal ändern. Ein bis zwei Stunden später sieht die Szene dann so aus.


Nach einem "Café mit Croissant" und einem feinen "Oreillette" (bei uns Öhrli oder Fasnachts-Chüechli genannt) steuern wir geradewegs auf das "Château Comtal" auf der Westseite der Festung zu.

Der Eintritt ins Schloss ist uns mit Euro 8.50 pro Person zu teuer. Wie schauen uns das Schloss lieber von aussen an.



Als nächstes steuern wir die "Basilique Saint-Nezaire" im Süden der Stadt an.



Im Innern ist vor allem der Chorteil interessant.



Inzwischen hat die Touristenschar in den Gassen, Läden und Restaurants augenfällig zugenommen.




Wir wenden uns der "Bastide Saint Louis", dem alten Stadtkern ausserhalb der Festung zu und schreiten den steilen Weg vom Festungshügel runter in die Stadt.


Andere wählen den bequemeren Weg :-)

Am Fuss des Hügels angekommen, werfen wir einen ersten Blick zurück. Das fantastische Bild, das sich uns bietet, gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir hinter dem Fluss sein werden.

Um den optimalen Vordergrund mit der "Pont Vieux" (alten Brücke) zu bekommen, spazieren wir direkt zur neuen Brücke. Das Szene, die sich uns jetzt bietet, ist schlichtweg überwältigend…



…und die dazugehörenden HDR-Fotos ein absoluter Traum.


Der alte Stadtkern hingegen bietet nur wenige Sehenswürdigkeiten. Wir finden eine schöne Ecke bei dem einzigen Stadttor mit vorgelagerten Parkanlagen und im "Restaurant de Terrasse" ein geeignetes Lokal für das Mittagessen.


Nach dem Mittagessen geht's über die "Pont Vieux" wieder zurück auf die Festung.


Oben angelangt, geniessen wir noch einmal die herrliche Aussicht auf die unter uns liegende Stadt.





Wir queren die Innenstadt der Festung und schlängeln uns durch die Menschenmenge bis zum Haupteingang zurück.



Vor der "Basilique" gibt ein Gaukler sein Bestes und lockt eine Menge Zuschauer an.




Die beeindruckende Festung von "Carcassonne" ist wirklich eine Reise wert. Für uns geht ein wunderbarer und interessanter Tag zu Ende. Das dazu passende Prachtswetter war, wie immer, das Tüpfelchen auf dem i.
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