Wetter: schön bis bedeckt / Temp.: 26 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (N)
Die Invasion durch die "Pfingstler" ist in vollem Gange. Schon gestern Abend sind die ersten angereist und haben sich die besten Plätze gesichert. Bereits ab sieben Uhr morgens treffen die neuen Campinggäste nunmehr gleich hordenweise ein. Es herrscht ein Höllenbetrieb und der Campingplatz wird in Nu gefüllt.



Mit der von uns geschätzten Ruhe ist es erstmal vorbei.

Auch in unserer Bucht ist heute schon deutlich mehr los. Zudem baut der kräftige Nordwestwind eine traumhaft schöne Welle auf, die männiglich aufs Wasser lockt.


Sagt Fredi zu Gabi: "Ein echter Krampf diese Kiterei! Wären wir doch nur beim Windsurfen geblieben." ;-)

Mit dem 6.0 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch-Brett bin ich auch dabei. Anita ist wegen der aufziehenden Wolken etwas skeptisch und wartet leider zu lange am Strand.



Freilich gibt der Wind heute nur ein relativ kurzes Gastspiel. Mit der aufziehenden Bewölkung wird er zusehends löchriger und unbeständiger, bis er am Nachmittag für einige Zeit gänzlich den Geist aufgibt. Erst nach drei Uhr nimmt der Wind einen zweiten Anlauf. Wir verfolgen die Szene gelassen von Terrasse der Cafeteria aus.



Wir sparen unsere Kräfte für morgen auf, da dann der Wind mit 4 bis 6 Beauforts wehen und dazu schönstes Wetter herrschen soll. Beim Abendspaziergang ist in der Bucht von "Santa Maria di Merino" wieder Ruhe eingekehrt.



Ein einsamer Surfer geniesst den lauen Abendwind.

Windsurfen im Gargano (Sonntag, 12.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (N)
Wir feiern heute bereits den 20. Windsurftag in Folge, für den Gargano ein absoluter Starkwindrekord. Schon am frühen morgen beginnt der Wind aus Nordwesten zu wehen und erreicht um neun Uhr ca. 4 bis 5 Beauforts. Der Strand ist heute gerangelt voll und die Bucht von "Santa Maria di Merino" ebenfalls.




Leider produzieren die überreichlichen Surfer und Kiter ein chaotisches Wellengewirr, welches für das Surfen oftmals nicht sehr komfortabel ist. Erst weit draussen werden Wind und Welle sodann etwas gleichmässiger.




Wer nicht surft oder kitet, vergnügt sich auf andere Art und Weise am Strand.


Nach vier Stunden Surfen mit dem 6.0 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch habe ich für heute die Nase voll. Auch Rolf und ein paar andere Surfer finden die Idee mit der Cafeteria nicht schlecht ;-)

Wir betrachten die Kulisse von oben herab. Der Rummel in der Bucht hat sich inzwischen doch etwas gelegt.


Foto des Tages: Kiten auf auf Münchens Olympiagelände ;-)

Windsurfen im Gargano (Montag, 13.6.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 bis 3 Bf. (N)
Heute erleben wir eine leicht reduzierte Zweitauflage des gestrigen Tages. Um halb zehn Uhr können wir noch mit dem 6.0/5.5 m2 Segel und den kleinen Brettern surfen. Nach einer Stunde weht der Wind leider nur noch mit 3 bis 4 Bf., so dass wir auf die grösseren Bretter und Segel umsteigen müssen (7.2/6.0 m2). Immerhin sind wir ca. 3 Stunden auf dem Wasser und haben unser Tagespensum erfüllt ;-)

Zu sechst fahren wir mit unseren Fahrrädern am Abend in die Bucht von "Molinella". Wir möchten im "Restaurante/Pizzeria Mezzaluna" in der gleichnamigen Bucht vor "Vieste" die Pizzas testen. Gemeinsam nehmen wir die ca. 4 km unter die Räder.

Nach einer kurzen Strecke auf der Hauptstrasse zweigen wir auf einen Feldweg ab.


Eine Viertelstunde später haben wir unser Ziel erreicht.

Wir haben vorsorglich auf der Terrasse einen Tisch reserviert, da dieses Restaurant sehr gut besucht ist. Zu so früher Stunde, um Viertel vor sieben, sind wir freilich noch fast die einzigen Gäste.

Die Aussicht von der Terrasse aus auf die Badebucht mit dem typischen Trabucco ist herrlich. Eben verlassen die Fischerboote den Hafen von "Vieste".



Nebst vorzüglichen Pizzas kann man hier auch die gute italienische Küche mit Teigwaren, Fisch und Meeresfrüchten etc. geniessen.



Auch die typischen italienischen Desserts sind nicht zu verachten.


Die Bedienung ist vorbildlich und alle Speisen, schmecken ausgezeichnet. Hier wird eine der besten Pizzas gebacken, die wir in der Region bisher gekostet haben. Auch das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Das Lokal ist rundum zu empfehlen.
Zufrieden mit dem gemütlichen kulinarischen Abend kehren wir mit den nun beleuchteten Fahrrädern zum Campingplatz zurück.
Windsurfen im Gargano (Dienstag, 14.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 4 bis 6 Bf. (N)
Am 22. Windsurftag in ununterbrochener Folge können wir den ganzen Tag mit unseren 6.0 bzw. 5.0 m2 Segeln surfen. In der Bucht ist der Wind nicht sehr konstant. Mal sind wir unter-, mal überpowert. Einmal abgesehen von den vielen Surfern und Kitern auf dem Wasser erleben wir einmal mehr einen tollen Surftag. Vor allem auf dem offenen Meer ist die Welle wunderschön gleichmässig und der Wind ebenfalls.




Am Strand herrscht das gewohnte Chaos, so dass man Mühe hat mit dem Surfzeugs ans Wasser zu kommen.


Die meisten Surfer fahren auf Halbwindkurs unbeirrt hin und her. Mal klappt die Halse, mal nicht.

Ab und zu entdeckt man aber auch Sprünge oder fortgeschrittenere Manöver.



Drei Mal dürft ihr raten, wo wir uns hier aufhalten ;-)

Aus dieser Warte behalten wir allemal die Übersicht.

Windsurfen im Gargano (Mittwoch, 15.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 bis 6 Bf. (N)
Der heutige Tag übertrifft den gestrigen Spitzensurftag noch einmal. Wir werden von Hawaii-ähnlichen Bedingungen von Wind und Welle verwöhnt. Den ganzen Tag können wir bei 5 bis 6 Bf. gleichmässigem Wind aus Norden unsere kleinen Bretter (85/95 Liter) und Segel (5.5/5.0 m2) fahren. Die Welle in der Bucht und auch die Dühnungswelle weit draussen sind erste Sahne (auf den Fotos leider nicht erkennbar). Besser geht es kaum noch.




Surfer, wie auch Kiter, sind vom heutigen Spitzentag total begeistert :-) Und auch wir schlagen heute noch einmal voll zu und sind 5 Stunden auf dem Wasser.




Obwohl wir vom Kiten durchaus fasziniert sind, werden wir beim Windsurfen bleiben, denn beide Sportarten gleichzeitig zu praktizieren kommt schon wegen der Materialschlacht nicht in Frage. Auf die mannigfaltigen Facetten des Windsurfens wollen wir, auch nach über 31 Jahren intensivem Ausüben dieses einzigartigen Sportes, nicht verzichten.




"Jogi" verlässt uns morgen und kostet seinen letzten Surftag gebührend aus.


Heute Nacht findet eine Mondfinsternis statt, die wir auch vom Gargano aus beobachten können. Vom Mond ist allerdings wegen Lichtmangel kaum etwas zu erkennen. Der rote Punkt in der Mitte des Bildes ist der vom Erdschatten teilweise verdeckte Mond (Belichtung 15 Sekunden).

Eigentlich sollte der Mond wie folgt aussehen:

Foto des Tages: Erinnerungen an Hawaii erwachen

Camping im Gargano (Donnerstag, 16.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 3 bis 1 Bf. (N)
Nach dem gestrigen Superwindsurftag (es war der 23. in ununterbrochener Folge) können wir heute und, so wie es ausschaut, auch die nächsten Tage endlich mal ausspannen und etwas anderes tun, als surfen. Diese Worte tönen von einem leidenschaftlichen Windsurfer zwar ein wenig befremdend, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo auch eine Leidenschaft zur spannungslosen Normalität wird und der Körper und Geist nach etwas Abwechslung verlangen.
Nachdem am Vormittag noch für kurze Zeit ein wenig Wind aus Norden weht, bleibt der Nachmittag ziemlich windlos. Die meisten suchen sich ein schattiges Plätzchen.

Oder man trifft sich, wie wir, auf der luftigen Sonnenterrasse der "Cafeteria Touring" zum Cappuccino.



Vor uns breitet sich die beinahe leere Bucht von "Santa Maria di Merino" aus.

Auch die Münchnerrunde mit Margot, Fred, Traudel und Herbert hat sich eingefunden.

Der wunderschöne milde Abend ist geradezu prädestiniert für einen ausgedehnten Ausflug nach "Vieste". Wir schliessen uns Gabi und Fredi an und satteln unsere Roller. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt lassen wir uns im gemütlichen "Ristorante del Porto" verwöhnen und geniessen den wunderschönen Abend.

Foto des Tages: Unser Haus-Echse sonnt sich

Camping im Gargano (Freitag, 17.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf. (NO)
Auf dem Satellitenbild zwischen Portugal und Griechenland sind weit und breit kaum mehr Wolken anzutreffen.

Der Lufthochdruck hat den Mittelmeerraum voll im Griff und sorgt für hochsommerliche Temperaturen um die 30 Grad. Dieses Wetter macht jedoch auch müde, umsomehr, als zurzeit kaum noch Windbewegungen vorhanden sind.

Auch wir haben heute ungewöhnlich lange geschlafen. Der Hauptgrund dafür liegt allerdings weniger beim Wetter, sondern daran, dass es gestern Abend etwas spät geworden ist ;-) Wir haben zusammen mit Gabi und Fredi den zweiten Teil der Dia-Show unserer Australien-Reise angeschaut, und zudem wurde an unserer Strandbar bis spät in die Nacht hinein Livemusik zum Besten gegeben.
Der leichte Wind ist für Anfänger zum Üben geradezu ideal, weil kaum Welle vorhanden ist.

Bei einem Strandspaziergang besuchen wir am Nachmittag den Campingplatz "Baia dei Lombardi", wo wir unsere ersten Gargano-Ferien verbracht haben.


Das Campingplatz-Café/Restaurant ist seither immer mehr erweitert und verschönert worden.


Die Wärme lässt sich bei einem kühlenden Lüftchen am Strand weitaus besser ertragen, als auf dem windgeschützten Campingplatz. Die Liegestühle mit Sonnenschirm sind entsprechend gut belegt, und täglich werden von den Campingplatzbetreibern neue aufgestellt, zum Leidwesen der Surfer und Kiter, die bald kaum noch Platz für ihren Sport zur Verfügung haben.

Fotos des Tages: Zwei Saxophonisten auf dem Campingplatz beim abendlichen Spiel

Hallo Ihr Glücklichen am Gargano.
AntwortenLöschenNach Staus um Zürich und vor meiner Heimatstadt, bin ich leider wieder in Stuttgart angekommen. Wenn ich sehe, dass ich das Konzert der Saxophonisten verpasst habe, ärgert es ich mich, dass ich nicht erst am Samstag gefahren bin.Schade, dass die Homepage nicht mit Musik unterlegt ist, dann hätte ich auch etwas von dem Konzert gehabt. Mann muss wirklich sagen, wenn auch am Gargano mal kein Wind ist, " Fun " ist aber trotzdem immer angesagt. Euch allen noch eine schöne Zeit, schade, dass ich nicht mehr dabei sein kann. Liebe Grüße Silvi
Liebe Silvi,
AntwortenLöschendas Saxophonkonzert war wirklich ausserordentlich. Es war reiner Zufall, dass sich die beiden Saxophonisten hier auf unserem Campingplatz gefunden haben. Normalerweise kriegt man hier auf den Campingplätzen nur diese ordinäre aufdringliche Techno-Musik aus den Lautsprechern zu hören, wenn man dazu überhaupt das Wort "Musik" gebrauchen kann.
Auch wir haben die Zeit mit Dir ausgiebig genossen und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Uns bleibt jetzt noch eine gute Wochen am wunderschönen Gargano. Ab heute und die nächsten Tage gibt es wieder Surfwind :-)
Wir wünschen Dir eine schöne und erfüllte Zeit.
Liebe Grüsse
Anita und Heinz