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Samstag, 14. Mai 2011

Aufenthalt im Gargano, Italien V (mit Elchi)

Windsurfen im Gargano (Samstag, 14.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 3 bis 5+ Bf. (O)

Wir haben noch ein paar Besorgungen in "Vieste" zu erledigen und nutzen den wunderschönen Tag für einen Bummel durch die Stadt.



Nachfolgend ein paar weitere malerische Fotos, auch auf die Gefahr hin, dass wir diese besonders schönen Ecken von "Vieste" schon mal in einem unserer Reisetagebücher veröffentlicht haben.









Selbst in "Vieste" gibt es noch zwei "Trabucchi", die gut erhalten sind.

Der zentrale Stadtpark, wenn man diesen so nennen will, strahlt Gemütlichkeit und Ruhe aus. Auf den zahlreichen Sitzbänken halten sich oft auch viele ältere Einwohner zum Tagesschwätzchen auf.





Kein Stadtbummel ohne Café ;-) Da das "Why not" zurzeit geschlossen hat (der Grund ist uns nicht bekannt), geniessen wir unseren Cappuccino heute in der Cafeteria an der Hafenpromenade.



Zum Abschluss machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Touristen-Gemüsemarkt.



Am Nachmittag wollten wir eigentlich eine Ginsterfahrt nach "Vico del Gargano" unternehmen. Als ich dann aber einen Blick aufs Meer werfe, beobachte ich bereits erste Schaumkronen. Aus unserer Rollerfahrt wird wohl nichts. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Also packe ich mein Surfmaterial und gehe noch etwas skeptisch aufs Wasser, denn "Windguru" und "Windfinder" haben heute übereinstimmend nur 2 bis 3 Bf. Wind für den späten Nachmittag vorhergesagt.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt :-) Vom Ufer weg bin ich mit grossem Brett und Segel bereits im Gleiten. Bei Ostwind baut sich eine vergleichsweise kleine Welle auf, so dass man ungestört surfen und sich auf die Surfmanöver konzentrieren kann. Nach drei Stunden mit ca. 3 Bf. dreht der Wind leicht nach Süd und legt mit Thermikunterstützung kräftig zu. Der relativ gleichmässige Wind erreicht unerwartete 4 bis 5 Bf. Was will man mehr?

Als ich nach 5 Stunden Windsurfen ans Ufer steuere, sind meine Gliedmassen schon ziemlich strapaziert und mein Blutzuckerspiegel am unteren Ende angelangt. Anita hat, wie viele andere, die Windstärke unterschätzt und die tollen Surfbedingungen leider nicht genutzt. Ein Trost bleibt: Für die nächsten 4 bis 5 Tage ist weiterhin guter Surfwind prognostiziert.

Windsurfen im Gargano (Sonntag, 15.5.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 26 Grad / Wind: 1 bis 6 Bf. (S bis O)

Der heutige Tag steht wettermässig bereits im Zeichen der Kaltfront, welche von Mitteleuropa auf uns zusteuert. Der warme Südwind treibt die Temperaturen in die Höhe bis auf 26 Grad Celsius. Auf den erst spät auffrischenden, ablandigen und deshalb enorm böigen Südwind können wir gerne verzichten. Ein paar Kiter wagen es trotzdem. Sie können unter Land relativ gefahrlos dahindüsen und brauchen keine Angst zu haben, ins offene Meer abgetrieben zu werden, solange sie sich noch im Stehbereich aufhalten.



Um fünf Uhr dreht der Wind sodann plötzlich auf Südosten, so dass sich doch noch ein paar eifrige Surfer aufs Wasser begeben und den ca. halbstündigen Wind ausnützen.



Ab und zu peitschen Sechs-Beauforts-Böen übers Wasser und zwingen manche Surfer zu sonderbaren Manövern ;-)

Andere nehmen es eher locker (wenn da nur keine Hammerböe daher kommt :-)



Wir schauen dem Treiben derweil gespannt zu.

Der Wind kündigt die dazu gehörende Niederschlagsfront an, welche uns aber erst im Laufe der Nacht erreichen und uns den ganzen Montag erhalten bleiben wird.

Foto des Tages: In der Altstadt von "Vieste"


Windsurfen im Gargano (Montag, 16.5.2011)
Wetter: Regen bis heiter / Temp.: 18 Grad / Wind: 2 bis 6 Bf. (W bis N)

Schon in der Nacht hat Regen eingesetzt und auch der heutige Tag verspricht regnerisch zu bleiben. Seit langem frühstücken wir wieder einmal im Wohnmobil. Gegen Mittag reisst der Himmel dann doch noch kurzzeitig auf, und so können wir die starke Brandung, die sich inzwischen aufgebaut hat, bestaunen. Windsurfer und Kiter suchen wir im Moment noch vergeblich. Der Wind ist zu schwach und weht dazu noch schräg ablandig.





Auch am Nachmittag regnet es zwischendurch immer wieder in Strömen.





Mit der Winddrehung nach Norden nimmt dieser allmählich zu und erreicht die prognostizierten 5 bis 6 Bf. Der Wind bläst jetzt nahezu auflandig. Trotz diesen anspruchsvollen und ruppigen Bedingungen wagt sich ein mutiger "Kiter" in die Brandung.









Dann folgt ein ebenso beherzter "Windsurfer" aus der Konstanzer Surfgruppe nach.









Bei solchen Wind- und Wetterverhältnissen draussen zu kochen ist nicht unser Ding. Da lassen wir uns doch lieber in der nahen "Pizzeria Umbramare" verwöhnen ;-)


Windsurfen im Gargano (Dienstag, 17.5.2011)
Wetter:regnerisch bis schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (N)

Vor ein paar Tagen ist eine beachtliche Gruppe von Kitern aus Ungarn eingetroffen. Vor lauter Kites ist der Sandstrand vor dem "Campingplatz Terrazza" kaum mehr zu erkennen.



Wir verfolgen die Szene skeptisch und auch mit ein wenig Sorge, weil Kiter für uns Surfer eine nicht zu unterschätzende latente Gefahr darstellen und eine Kollision mit den messerscharfen Leinen unter Umständen tödlich enden kann.



Als es Mitte Nachmittag immer sonniger wird und der Wind zudem auf 4 bis 5 Bf. auffrischt, zieht es auch einige Surfer aufs Wasser.

Kurzentschlossen versuche ich mit dem 5.5 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch durch die Brandung zu kommen. Bereits die zweite Brandungswelle schaffe ich mangels Wind nicht und lande in der Waschmaschine. Ich habe das Segel eindeutig zu klein gewählt. Nur mit Mühe und Not gelingt mir sodann ein Wasserstart. Unglücklicherweise verletze ich mich dabei mit der Finne am Knie, so dass ich ohne wirklich gesurft zu haben, aufgeben muss.

Auf unserem abendlichen Spaziergang entlang des Sandstrandes staunen wir über den vielen Schaum, den die Brandung heute produziert hat.







Beim Trabucco am östlichen Ende der Bucht von "Santa Maria di Merino" machen wir kehrt. Das Meer ist vom Wind der letzten Tage noch ziemlich aufgewühlt.





Der wunderschöne Abend kündigt das hochdruckbestimmte Wetter der nächsten Tage an.

Windsurfen im Gargano (Mittwoch, 18.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (N)

Obwohl bereits um zehn Uhr ein surfwürdiger Wind mit 3 bis 5 Bf. über die Bucht weht, fahren wir erstmal zum Einkaufen nach "Vieste".



Als wir gegen Mittag zurück sind, gibt es kein Zögern mehr. Wir stürzen uns in die Neoprenanzüge und hasten mit dem Surfmaterial an den Strand, um ja keinen Wind zu verpassen. Es sind die typischen Suchterscheinungen eines Windsurfers ;-) Man weiss ja nie, wie lange der Wind noch anhält. "Windfinder" und "Windguru" haben heute mit ihren Windprognosen jedenfalls ziemlich daneben gelegen. Sie haben höchstens 2 bis 3 Beauforts vorhergesagt.

Zunächst mit dem 7.2 m2 und später mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel vergnügen wir uns immerhin noch vier Stunden auf dem Wasser und haben viel Spass.

Windsurfen im Gargano (Donnerstag, 19.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf. (N)

Ein wunderschöner, wolkenloser Tag liegt vor uns. Nach 10 Tagen Windsurfen in fast ununterbrochener Folge sehnen wir uns nach ein paar Tagen ohne Wind, damit wir in Ruhe ein paar Ausflüge in die Umgebung unternehmen können. Ob es heute klappen wird, ist noch ungewiss, denn "Windguru", wie auch "Windfinder" sagen 3 bis 4 Bf. Wind aus Nordwesten voraus. Mal sehen, ob's stimmt.

Um zehn Uhr wird klar, dass auch heute wieder Windsurfen angesagt ist. Mit dem 7.2 bzw. 6.0 m2 und unseren grossen Brettern sind auch wir dabei.







Die Bucht ist heute ziemlich voll, so dass sich Surfer und Kiter ab und zu in die Quere kommen.







Pünktlich um zwölf Uhr macht der Wind Pause und wir auch ;-) Erst Mitte Nachmittag weht der Wind erneut mit 3 bis 4 Bf. über die Bucht. Dessenungeachtet entschliessen wir uns zu einer Alternative und fahren zusammen mit Lothar mit dem Roller zum "Trabucco" vor "Peschici". Irgendwann hat man vom Surfen bei 3 bis 4 Bf. mit relativ flachem Wasser genug und möchte mal etwas anderes tun ;-)


Ginsterfahrt nach Vico del Gargano (Freitag, 20.5.2011)
Wetter: schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf. (N)

Endlich passen die Wetter- und Windbedingungen für unser Vorhaben, die schon lange beabsichtigte Ginsterfahrt unter die Räder zu nehmen. Am Vormittag hat es zwar noch für ein paar Stunden Wind mit ca. 3 Bf. Doch wir lassen das Windsurfen für heute aus und fahren erstmal nach "Vieste" zum Einkaufen.

Telefonieren mit "Skype" über das Mobilnetz von "TIM" (Vodafone ade!)
Da "Vodafone" offenbar ihre neue Strategie bezüglich "Skype" vorerst fortsetzen will, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Anbieter zu wechseln. So kaufen wir uns nun für den universellen Internetzugriff einen USB-3G-Stick von "TIM". "TIM" kennt im Gegensatz zu "Vodafone" keine Einschränkungen bei der "Skype- bzw. VOIP-Telefonie" und so können wir wieder weltweit zu günstigen Telefontarifen über "Skype" telefonieren. Wenn "Vodafone" hier nicht bald ihre neu eingeführten Geschäftspraktiken ändert und "VOIP" auf ihren Mobilnetzen wieder zulässt, werden die Kunden scharenweise davonlaufen. Das mobile Netz von "TIM" ist in Italien bestimmt ebenso gut ausgebaut, wie das von "Vodafone" und die Angebote sind mit denen von "Vodafone" vergleichbar (weitere Informationen dazu in unserem anderen Beitrag).

So kostet der USB-3G-Stick (7,2 Mbps) von "TIM" inkl. SIM-Karte, erstmaliger Aktivierung und eines der Monatsangebote nur EUR 59,00. Der Preis setzt sich aus folgenden Teilbeträgen zusammen:
  • EUR 20,00 USB-3G-Stick von Huawei E1800 (7.2 Mbps)
  • EUR 10,00 SIM-Karte von TIM
  • EUR 5,00 Aktivierungsgebühr
  • EUR 24,00 Monatsrate für Paket "Internet sensa limiti" oder "Internet 100"
Folgende drei PrePaid-Montasangebote sind zurzeit erhältlich:
  • EUR 24,00 für Internet senza limiti: 10 GB (bis max. 7,2 Mbps) innerhalb 30 Tagen ab Registrationsdatum
  • EUR 19,00 für Internet 100: 100 Stunden (bis max. 7,2 Mbps) innerhalb 30 Tagen ab Registrationsdatum
  • EUR 9,00 für Internet 40: 40 Stunden (bis max. 7,2 Mbps) innerhalb 30 Tagen ab Registrationsdatum
Das Telefonieren mit "Skype" bzw. "VOIP" ist bei allen drei Angeboten zugelassen. Die Empfangsverhältnisse auf unserem Campingplatz "Centro Vacanze Oriente" sind sogar noch etwas besser, als bei "Vodafone". Auch hatten wir bisher keine Verbindungsunterbrüche zu beklagen, was bei "Vodafone" leider mehrere Male pro Tag der Fall gewesen ist. Wir sind jedenfalls froh, dass wir zu "TIM" gewechselt haben :-)

Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten satteln wir unsere Roller und fahren die kurvige Passtrasse zum "Foreste Umbra" (Schattiger Wald) hoch. Unser Ziel ist jedoch nicht der Nationalpark, sondern die attraktive Panoramastrasse zwischen dem ausgedehnten Waldgebiet und dem Dorf "Vico del Gargano". Die vielen Sonnentage der letzten Wochen und auch der kürzliche Regen haben dafür gesorgt, dass die Ginstersträucher links uns rechts der Strasse nun in voller Blüte stehen und die Landschaft buchstäblich in Gold tauchen.







Die herrliche Blütenpracht ist eine wahre Augenweide, und auch der gehaltvolle Blütenduft erquickt Leib und Seele. Da sind Roller- und Motorradfahrer gegenüber den Automobilisten fühlbar im Vorteil.







Der anschliessende Besuch bei der Cafeteria und Pasticceria im Zentrum von "Vico" ist schon zur Gewohnheit geworden. Darauf wollen wir auch heute nicht verzichten :-)





Die Rückfahrt entlang der kurvigen Küstenstrasse über "Peschici" ist immer wieder ein fahrerischer Leckerbissen und ein Augenschmaus zugleich, zumindest für den Beifahrer ;-)

1 Kommentar:

  1. Hallo Anita und Heinz. Ihr habt ja eine super Ausdauer. Bis zu 5 Stunden im Wasser,ohne Unterbruch? Wir fahren am nächsten Dienstagmittag Richtung Süden. Mein Mann,seit Januar ein pensionierter Swisscömler schaut dass das Womo startklar ist.Ich arbeite noch bis 12.00. Ziel, am Donnerstag in Vieste zu sein.Im Juli 2007 beim grossen Brand, waren wir live dabei. Wir hatten uns geschworen nie mehr nach Vieste zufahren, weil die Informationen kaotisch waren. Aber schon im 2008 zog es uns wieder in unser geliebtes Vieste.Wenn ich euch per Zufall sehe werde ich auf euch zukommen wenn euch das Recht ist. e gueti zyt Vivi aus Winti

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Kommentar(e) zum Reisetagebuch-Eintrag von Anita und Heinz


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