Auf unserem unplanmässigen Aufenthalt in St. Gallen werden wir mit einem Temperatursturz von etwa 25 Grad konfrontiert (+ 30 auf +5 Grad). Das Doppelhochdruckgebiet über Europa, das vorher immerhin zwei Wochen für wunderschönes, warmes Wetter sorgte, macht einem kräftigen Tiefdruckgebiet Platz, welches nun mit einer kräftigen Nordströmung die Schneefallgrenze bis unter die 1000 m Grenze fallen lässt. Tief verschneite Berge kündigen endgültig das Ende des unverhofften Spätsommerwetters an.
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Wir haben auf unseren Reisen durch Europa schon viele wunderschöne Altstädte bewundert und darüber berichtet. Die Altstadt unserer Heimatstadt St. Gallen braucht sich keineswegs vor anderen zu verstecken. Mit wenigen Ausnahmen präsentieren sich die Altstadtbauten in einem tadellosen Zustand, so auch die schmucken Erker, von denen es hier unzählige gibt. Nachfolgend eine kleine Auswahl der schönsten Exemplare:





Ob aus Holz geschnitzt oder aus Sandstein gehauen, die Erker sind eine wahre Augenweide.






Auch doppel- und dreistöckige Exemplare sind zu sehen.





Es gibt bestimmt Städte mit weit mehr Fachwerkbauten. St. Gallens Riegelbauten, wie sie hier genannt werden, sind oft mehrere Hundert Jahre alt und in meist gutem Zustand.






Das "Karlstor" aus dem 16. Jahrhundert ist das einzige noch erhaltene Stadttor St. Gallens und inzwischen UNESCO Welterbe.


Nicht zu übersehen ist die Stiftskirche/Kathedrale im Klosterhof. Die Initiative zum Neubau der Stiftskirche geht ins 18. Jahrhundert zurück, als die alte Kirche des Klosters St. Gallen, die im Kern aus dem 9. Jahrhundert stammte, immer baufälliger wurde. Die neue Stiftkirche wurde in den Jahren zwischen 1755 und 1767 erbaut und war dann bis 1805 die Kirche des Klosters St. Gallen. Die Stiftskirche wurde zusammen mit dem Stiftsbezirk 1983 als UNESCO-Welterbe in die Liste der schützenswerten Weltkulturgüter aufgenommen.
Von aussen, wie auch von innen, ist das barocke Bauwerk ein echtes Schmuckstück.






Die ebenfalls einzigartige "Stiftsbibliothek St. Gallen" ist die älteste Bibliothek der Schweiz und eine der grössten und ältesten Klosterbibliotheken der Welt. Sie wurde zusammen mit dem Stiftsbezirk 1983 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Einen Besuch der schmucken barocken Bibliotheksräume verschieben wir auf ein andermal. Wer mehr darüber wissen möchte, kann dies im "Wikipedia" nachlesen.
Mit einem Foto auf die Altstadt und einem Panoramafoto von einem Teil der immerhin 14 Kilometer langen Stadt St. Gallen, aufgenommen vom südlich gelegenen Panoramaweg bei den "Drei Weihern", beschliessen wir unseren Beitrag von unserem Kurzaufenthalt in der Ostschweiz.

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Den Bodensee am rechten Rand des Panoramas kann man infolge Dunsts leider nur erahnen.
Der Rückflug von "Zürich" nach "Murcia" gestaltet sich infolge Hochdruckwetter über ganz Südeuropa absolut problemlos. Wir treffen sogar eine Viertelstunde zu früh am Flughafen "San Javier" ein. Hier in Südspanien herrscht einmal mehr Hochsommerwetter bei 32 Grad Lufttemperatur und eine gestochen klare Fernsicht.


Der Anblick beim Anflug über dem "Mar Menor" auf "La Manga" ist überwältigend.


Wir sind wieder zuhause :-)
Foto des Tages: Farbenspiel der Salinen von "San Pedro del Pinatar"

Camping am Mar Menor (Mittwoch, 12.10.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (SW bis S)
Ein Wasserrohbruch in der Nacht verursacht eine Überschwemmung einiger Parzellen rund um das Sanitärgebäude in Sektion PQ.



Obwohl heute ein spanischer Feiertag gefeiert wird, herrscht rege Betriebsamkeit.

Auch heute erwarten wir wieder einen sehr warmen Tag um die 30 Grad. Der Nachmittag gehört dem Baden am Mittelmeer; Wind gibt's nur für Grosssegelfahrer.

Der Strand am "Mar Menor" ist uns zu flach zum Baden.

Und so fahren wir mit unseren Fahrrädern nach "La Manga" an den etwas interessanteren Mittelmeerstrand. Dort treffen wir auch auf viele Gleichgesinnte vom Campingplatz.


Weil heute Feiertag ist, sind wir beileibe nicht alleine. Die Spanier benutzen den wunderschönen Sommertag genau so wie wir, um sich im 24-gradigen Mittelmeer abzukühlen.

Auch unsere Campingplatzgruppe tummelt sich im kühlenden Nass.


Obwohl es bereits Mitte Oktober ist, entfaltet sich hier ein reges Strandleben, fast wir im Hochsommer.




Gemeinsam treten wir den Rückweg zum Campingplatz an.


Ab übermorgen soll es wieder etwas stärkeren Wind geben. Anita freut sich besonders auf den vorhergesagten Surfwind. Seit wir am "Mar Menor" sind, stand sie noch nie auf dem Surfbrett.
Windsurfen am Mar Menor (Donnerstag, 13.10.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 30 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (SO)
Mit 18 Grad starten wir in den Tag. Auch heute wölbt sich über uns ein strahlend blauer Himmel. Das "Mar Menor" liegt in sattem Blau vor uns. Die Fernsicht ist auch heute ausserordentlich gut. Eigentlich sollten wir diese Wetterlage für eine Wanderung in die Berge der Umgebung nutzen. Doch erstmal müssen wir uns wieder an das warme Klima gewöhnen.


An den Stränden zeigt sich ein ähnliches Bild, wie in den letzten Tagen und Wochen.


Der Mittelmeerstrand ist gegenüber gestern auffallend leer geworden.

Mit dem Roller fahren wir auf die Halbinsel "La Manga" zum "Restaurant/Café Paquebote", um dort gemütlich unseren "Café con leche" zu schlürfen und die herrliche Fernsicht zu geniessen.


Wir können unschwer den "Monte Espuña", den höchsten Berg "Murias", ausmachen, der immerhin ca. 70 km von uns entfernt liegt.

Das gegenüberliegende Ufer von "San Javier" liegt zum Greifen nahe vor uns.


Am späteren Nachmittag zieht es mich dann doch noch aufs Surfbrett. Für eine Stunde quäle ich mich zusammen mit ein paar anderen Surfern mit dem grenzwertigen Südostwind ab. Diese Windrichtung ergibt infolge quer stehender Bergzüge selten einen konstanten Wind ab. Wir hoffen auf morgen, wo ein Ostwind mit 3 bis 4 Beaufort angesagt ist.
Windsurfen am Mar Menor (Freitag, 14.10.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (O)
Fotos des Tages: Karin testet das Schwachwindverhalten ihres Surfmaterials ;-)

