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Samstag, 28. Mai 2011

Aufenthalt im Gargano, Italien VII (mit Elchi)

Ausflug zur Südküste, Windsurfen im Gargano (Samstag, 28.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 bis 6 Bf. (N)

Ein wunderschöner heisser Tag bahnt sich an. Erst am Nachmittag erwarten wir Surfwind. Wir nutzen die Gelegenheit und unternehmen am Vormittag eine Rollertour entlang der wilden und bizarren Felsküste südlich von "Vieste".







Der weiche Kalkfels beherbergt eine Unmenge von Grotten, die teilweise sogar mit Booten befahren werden können. Wir beabsichtigen, demnächst eine solche Bootsfahrt zu machen, um die imposante Küste einmal aus anderer Perspektive zu erleben.







Die Felsgrotten enthalten teilweise riesige Gewölbe, die von Felsenfestern erleuchtet sind.







Vorgelagerte Inseln machen die Küstenlinie noch attraktiver.



Bei einem Strandcafé in einer Buchten südlich von "Vieste" machen wir unseren Lunchhalt. Das Lokal hat eben heute ihre Saison eröffnet. Die Bruschettas schmecken ausgezeichnet, und die Aussicht auf die Bucht und "Vieste" ist herrlich.







In der Ferne kann man die Altstadt von "Vieste", die hoch oben auf dem Kalkfelsen thront, erkennen.



Urplötzlich aus dem Nichts kommt der starke Nordwind heute daher, angetrieben vom Genua-Tief, welches seine Bahn in Richtung Kroatien nimmt. An dessen Südflanke erhalten wir einen äusserst konstanten Wind, der mit 5 bis 6 Beaufort über unsere Bucht weht und für einen der besten Surftage sorgt, seid wir hier sind. Die Bucht von "Santa Maria di Merino" ist im Nu mit Surfern und Kitern gefüllt, denn am Wochenende sind ja auch viele Italiener mit von der Partie.







Wir erleben einen absoluten Spitzensurftag und können drei Stunden mit unsern kleinsten Brettern und dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel unserem Hobby frönen. Nebenbei bemerkt: "Windguru" und "Windfinder" hatten nur 3 bis 4 Bf. vorhergesagt :-)

Windsurfen im Gargano (Sonntag, 29.5.2011)
Wetter: leicht bewölkt bis sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 5 bis 6+ Bf. (NW bis N)

Der relativ starke Wind weht heute Morgen leider viel zu westlich, so dass dieser zu unstet und dazu sehr böig ist, um beim Surfen wirklich Spass zu haben. Hinzu kommt die lebhafte Brandung, welche sich während der Nacht aufgebaut hat. Am Vormittag sind denn auch nur vereinzelt Windsurfer und ein paar Kiter auf dem Wasser zu sehen, die mit diesen ruppigen Bedingungen zu kämpfen haben.







Auch temperaturmässig müssen wir uns heute mit "nur" noch 24 Grad begnügen ;-) Die Surfaktivitäten spielen sich vorerst weit draussen ab. Die ein bis zwei Meter hohen Wellen sind für Sprünge wie geschaffen.







Gegen Mittag dreht der Wind sodann allmählich nach Nordwesten, Zeit für uns, sich ebenfalls in die Wellen zu stürzen. Mit dem 5.5 m2 und dem 105 Liter Lorch bin ich auf der sicheren Seite um die Brandung problemlos zu meistern und draussen dennoch nicht überpowert zu sein. Anita sind die Verhältnisse heute etwas zu ruppig (dafür gibt's heute ausnahmsweise ein paar Fotos von mir ;-)







Der Wind überschreitet heute teilweise die 6-Beaufort-Grenze, so dass ich für zwei Stunden das 5.0 m2 Segel benutzen kann. Eigentlich hätte ich sogar das kleine Naish-Brett fahren können, da der Wind nun durchgehend bis an den Strand bläst.







Über vier Stunden lang tobe ich mich in den tollen Bedingungen aus. Wer weiss, wann uns wieder ein so spitzenmässiger Surftag geschenkt wird?

Die Pizza im "Restaurante Umbramare" habe ich mir jedenfalls redlich verdient.

Foto des Tages: Beinahezusammenstoss


Montagsmarkt in Vieste und Windsurfen im Gargano (Montag, 30.5.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (N)

Obwohl bereits am frühen Morgen ein toller Surfwind mit 4 bis 5 Bf. über die Bucht weht, fahren wir zunächst nach "Vieste" zum grossen Montagsmarkt, welcher nur alle zwei Wochen stattfindet.







Der Markt ist, wie immer, gut besucht. Da beim letzten Mal regnerisches Wetter herrschte und der vorletzte Markt wegen dem "Festa Santa Maria di Merino" ausgefallen ist, besteht heute ein gewisser Nachholbedarf.







Um die Mittagszeit sind wir wieder zurück auf dem Campingplatz.

Der Wind reicht gerade noch für drei Stunden Surfen mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel.

"Nota bene": "Windguru" und "Windfinder" lagen heute mit ihren Windprognosen von 2 Beauforts einmal mehr weit daneben. Es scheint je länger desto mehr, dass die beiden Windspezialisten, zumindest für den "Gargano", keine zuverlässige Referenz sind.

Ausflug nach Vieste und Windsurfen im Gargano (Dienstag, 31.5.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (O)

Wir nutzen den wunderschönen Vormittag und fahren mit dem Roller nach "Vieste". Ein Bummel durch die romantische Altstadt von "Vieste" ist immer wieder faszinierend.







In den verzweigten Gassen geht es jedoch erst in den Abendstunden so richtig lebhaft zu und her.







Der Ausblick auf die imposanten Kalkfelsen mit dem markanten "Pizzo Muno" südlich der Altstadt ist grandios.







Hier trifft man auch auf zahlreiche gemütliche Restaurants, die mit einer traumhaft schönen Aussicht oder einem romantischen Interieur die Gäste anzulocken versuchen.







Wunderschöne Aussichten gibt es von der auf einem mächtigen Kalkfelsen erbauten Altstadt zu Hauff. Der relativ weiche Kalksteinfels stellt für die Stadt freilich auch eine permanente bauliche Herausforderung dar, weil dieser durch die Erosion beständig abgebaut und durch das Meer zudem unterspült wird. Vor allem die südöstliche Felswand ist eine ewige Baustelle.







Dieser Gemüsehändler kann sich mit seinem kompakten Gefährt problemlos auch innerhalb der engen Gassen der Altstadt bewegen.



In einem der zahlreichen Strassencafés genehmigen wir uns einen Cappuccino :-) Da unsere favorisierte Cafeteria "Why not" scheinbar für immer geschlossen ist, haben wir uns in der Hauptstrasse, gleich vis-à-vis, ein ebenso gemütliches Café mit freundlicher Bedienung und direkter Sicht auf die Kirche und unseren Roller ausgesucht ;-)



Die Wassertemperatur der "Adria" ist inzwischen auf ca. 23 Grad angestiegen und lockt viele Badewillige ins Meer.



Die "Touring Strandbar" unweit von unserem Campingplatz hat nun endlich geöffnet. Wie man von dieser Aussichtsplatzform unschwer erkennen kann, ist heute mit Windsurfen und Kiten nicht viel los.





Derweil warten einige Surfer auf mehr Wind. Zwei bis drei Beaufort reichen eben nur für Gross-Segel und -Brettfahrer.


Spaziergang nach Molinella und Windsurfen im
Gargano (Mittwoch, 1.6.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 26 Grad / Wind: 4 bis 5+ Bf. (O)

Wir haben wieder mal eine laue Tropennacht hinter uns, wobei es nicht unter 20 Grad abgekühlt hat. Ein Tiefdruckgebiet, das zurzeit vom Golf von Genua nach Korsika zieht, bringt uns heute ein für diese Wetterlage typisches "Wischiwaschiwetter" mit schwülem Südostwind. Wir spazieren zusammen mit Lothar der Küste entlang bis in die Bucht von "Punta Lunga" bzw. zum Restaurant "Molinella". Lothar lässt es sich nicht nehmen beim Trabucco ein paar Leibesübungen zu zelebrieren.



Der Campingplatz "Molinella" verfügt über einen gepflegten Sandstrand.





Nach einem Cappuccino treten wir den Rückweg durch die Feigenplantagen an.



Der uns bislang noch unbekannte Feldweg führt durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet.





Als wir wieder in unserer Bucht eintreffen, weht bereits ein surfwürdiger Ostwind mit 4 bis 5 Bf. Für einmal gehören wir nicht zu den Ersten auf dem Wasser ;-)



Nun gibt es aber kein Halten mehr. In Nullkommanichts schlüpfen wir in unsere Neoprenanzüge und hasten mit unserer Surfausrüstung an den Strand.





Immerhin können wir den tollen Surfwind noch zwei volle Stunden auskosten.

Windsurfen im Gargano (Donnerstag, 2.6.2011)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 26 Grad / Wind: 3 bis 5+ Bf. (N)

Wind ohne Ende! Auch heute werden wir wieder mit Nordwind mit 3 bis 5+ Bf. verwöhnt. Bereits um halb elf Uhr sind wir auf dem Wasser.







Die Italiener feiern heute ihren Nationalfeiertag. Die Bucht von "Santa Maria di Merino" ist deshalb gänzlich mit Surfern und Kitern überfüllt. Am Strand, wie auch auf dem Wasser geht es teilweise chaotisch zu und her.







"Lächle doch mal bitte Max!"

"Ist das gut so?"

"Wo leg' ich bloss mein Brett hin?"

"Helmut" zeigt bei dem tollen Wind sein Können. Er kitet schon seit vielen Jahren und hat auf "Barbados" ein super Kite-Revier sozusagen vor der Haustüre.







Beim Zuschauen kriegen wir richtiggehend Lust aufs Kiten ;-)







Obwohl der Wind bis in den Abend hinein bläst, streichen wir nach vier Stunden Surfen die Segel. Es ist wieder einmal der zehnte Windsurftag in Folge. Wir sehnen uns doch tatsächlich nach ein paar windlosen Tagen ;-) Wer hätte das gedacht?



Es gibt ja noch Strandsport-Alternativen ;-)

Zusammen mit Rolf und Lothar trinken wir unseren Cappuccino auf der Terrasse der "Cafeteria Touring".



Wir geniessen die herrliche Aussicht auf die Bucht und beobachten die Surfszene.







Vor Jahren waren wir Gäste auf dem Campingplatz "Baia dei Lombardi". Wir wollen heute unser Abendessen im Campingplatzrestaurant einnehmen. Rolf und Lothar begleiten uns. Das Lokal macht einen gepflegten Eindruck. Es wurde offenbar vollständig renoviert und mit viel Geschmack eingerichtet.

Die Bedienung ist vorbildlich. Sie bemühen sich sogar Deutsch mit uns zu sprechen. Auch die Gerichte sind mit viel Liebe zum Detail zubereitet und schmecken ausgezeichnet.







Lediglich bei der Pizza mussten wir einige Abstriche machen. Der Teig war etwas zu matschig und zudem war zu viel Olivenöl auf der Pizza.


Windsurfen im Gargano (Freitag, 3.6.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 5 bis 6 Bf. (N)

Wir erleben nun schon die dritte Tropennacht in Folge. Die Temperaturen fallen in der Nacht nicht mehr unter die 20-Gradgrenze ab. Nur Dank des beständigen Windes wird es am Tag nicht unangenehm heiss.

Der elfte Windsurftag in Folge steht uns bevor. Bereits um elf Uhr weht ein kräftiger Wind aus Nordwesten mit 4 bis 5 Bf. über die Bucht.

Ich starte mit dem 6.0 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch. Anita kann sogar mit dem 5.0 m2 und dem kleinen 95 Liter Flow loslegen. Die Wellen erreicht heute eine stattliche Höhe von 1.5 Meter. Zudem sind diese ausserordentlich gleichmässig und langgezogen, für Halsenmanöver geradezu optimal.



Bald einmal nimmt der Wind weiter zu und erreicht satte 5 bis 6 Beauforts. Ich wechsle auf mein 85 Liter Naish-Brett. Der Tag ist kaum mehr zu überbieten. Über vier Stunden geniessen wir die super Verhältnisse bis der Wind am späten Nachmittag allmählich nachlässt.

NB: Auch dieser tolle Wind ist von den beiden Windspezialisten "Windguru" und "Windfinder" absolut nicht vorhergesagt worden. Sie lagen mit 2 bis 3 Bf. weit daneben.

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